Art Of Fear (Österreich) "Master of Pain" CD
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So bewertet Metalglory
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Grundbewertung des Werkes:
Überdurchschnitlich
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung mit Abstrichen
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Weitere Infos zu Art Of Fear: |
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Old School – das wird schon nach den ersten Takten von „Master of Pain“ klar. Art of Fear schöpfen ihre Kraft aus ein paar ziemlich altgedienten Musikstilen. New Wave of British Heavy Metal meets early US Metal meets reichlich traditionellen Power Metal mit einem winzigen Schuss Speed Metal. So ungefähr kann man den Sound der Band umreißen. Diese besteht seit 1997, kommt aus (aufgemerkt!) Österreich und ist nun mit ihrem vierten Demo am Start.
Die Jungs sind auf jeden Fall solide Handwerker und wissen, was sie mit ihren Instrumenten anstellen können. Besonders Bassmann Johannes Leierer gefällt mit niveauvollem Spiel. Der recht hohe Gesang von Frontmann Thomas Cassan passt sehr gut zum Gesamtsound der Band und nervt glücklicherweise nicht. Klasse Shouter soweit. Die Drums sind herrlich konservativ gehalten und fügen sich somit prima in das Gesamtbild ein. Ein paar Leads würden meiner Meinung nach der guten Arbeit an der Rhythmusgitarre gut tun. Die Band sieht das sicherlich völlig anders. Solospiel findet selten und unspektakulär statt. Hier hat man wenig Mühen investiert, erhält aber so den Live Charakter, der das in nur vier Tagen eingespielte Demo ausmacht. Rockt ziemlich, muss ich sagen. Bei den Gesangslinien stibitzen Art of Fear schon mal ein wenig bei genrefremden Größen. Die ein oder andere Melodie von „Time to pay“ habe ich schon mal bei einer gewissen australischen Rockband gehört, und die Strophe von „Burn“ erinnert doch verflucht an Dio. Aber bei diesen Melodieführungen kann sicher niemand ein Urheberrecht anmelden. Die Stärke der Band liegt absolut im Songwriting. Liebevoll und fantasiereich orientiert man sich an den einzigartigen Songstrukturen einer fast vergangenen Musikära und zeigt erhobenen Hauptes einen prima senkrecht stehenden Mittelfinger ins italienische Nachbarland oder reckt diesen fröhlich ein paar skandinavischen Tralalabuben entgegen. Die zehn Stücke (inklusive des schön abgerundeten Bonustracks „Braveheart“) funktionieren prächtig. Meine Favoriten sind der an ganz frühe Metal Church erinnernde Opener „The mirror“, der super eingängige Titeltrack und das mystisch angehauchte „Now is not forever“.
Alles in allem reicht dieses gute Demo locker für einen sonnigen Platz nachmittags auf dem Headbanger’s Open Air. Dennoch frage ich mich, ob man in einer Zeit unzähliger und oft unsinniger Reunions wirklich noch eine neue Band braucht, die wie die alten Helden klingt. Ich bin unschlüssig: Vielleicht brauchen wir sie gerade heute. Wenn ich an so manchen uninspirierten Gig einer sogenannten Legende denke, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn jemand mit altem Sound und frischem Feuer unter dem Arsch die Bühne entert, ohne dafür eine Gehilfe zu brauchen. Ich weiß es wirklich nicht. Aber wenn wir so etwas brauchen, dann sind Art of Fear genau die richtigen für diesen Job.
Noch die kommerziellen Fakten: Das Demo gibt es direkt bei der Band für 12 EUR inkl. Porto und Verpackung oder bei den Kultshops Hellion Records und Else's Metal Mailorder (yes!).
6.5 Punkte von Christian (am 23.08.2004)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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