Durchwachsen ist sie ausgefallen, die zweite Studio CD von Eric Fish, zählt man das erste Livealbum (und eigentliche Debüt) „Auge in Auge“ nicht mit. Auch nach vielen Durchläufen werde ich längst nicht mit allen der 12 Songs warm, ist das Gefälle innerhalb der folgenden Dreiviertelstunde doch unüberhörbar. Wirklich guten Liedern wie dem aufrüttelnden „Steh auf!“, dem nachdenklichen „Willst du wirklich“ oder dem sensiblen „Reden“, das wunderbar die Probleme der Kommunikation zwischen Männlein und Weiblein beschreibt, stehen fast schon langweilige Songs gegenüber. In diese Kategorie fallen „Was immer du willst“, „Sonnenkalt“ und „Im Schmutz“, denn hier springt weder musikalisch noch textlich ein Funke zum Hörer über. Ähnlich wie bei der Musik geht auch bei den Texten die Schere dieses Mal recht weit auseinander. Sozialkritische Aussagen wie im Lied „Der Zocker“ treffen auf an Kalendersprüche erinnernde Belanglosigkeiten, man nehme z.B. Refrains im Stile von „Geld, Geld, Geld regiert die Welt“ („Geld“).
Die stärkeren Momente dieses Albums kommen dann zum Tragen, wenn Eric Fish & Co. das leider auf „Gegen den Strom“ dominierende lyrische Jammertal verlassen und schnellere, fröhlichere Weisen anstimmen, wie die erneute Verarbeitung eines Märchen-Themas, nämlich „Prinzessin auf der Erbse“. An der für Eric Fish’s Soloprojekt üblichen, spärlichen Instrumental-Ausstattung, bestehend aus Gesang, Akustikgitarren, Mundharmonika und Piano kann es nicht liegen, dass die melancholischen Lieder hier nicht funktionieren. Eher vielleicht an einer gewissen kompositorischen und textlichen Verbissenheit, denn live bieten die Vier in diesem Gewande immer wieder ihren Anhängern mitreißende Konzerte. Somit ist „Gegen den Strom“ wirklich nur etwas für die eingefleischten Eric Fish Fans, aber die werden das Album schon längst ins Herz geschlossen haben.
Tracklist:
Lineup:
01. Steh auf!
02. Reden
03. Willst du wirklich?
04. Geld
05. Der Zocker
06. Was immer du willst
07. Sonnenkalt
08. Lass uns teilen!
09. Vergebung
10. Im Schmutz
11. Prinzessin auf der Erbse
12. Ein langer Weg
musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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1. Ensiferum "Victory Songs"
2. Gernotshagen "Märe aus wäldernen Hallen"
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4. Turisas "The Varangian Way"
5. Witchburner "Blood Of Witches"
6. Excrementory Grindfuckers "Bitte nicht vor den Gästen"
X Alltime-Klassix Top6
1. Slayer "Reign In Blood"
2. Metallica "Master Of Puppets"
3. Slayer "Hell Awaits"
4. Anthrax "Among The Living"
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