Befasst man sich mit der Band Seven Witches und ihrem Umfeld, so bekommt man es unweigerlich mit ein paar ganz großen Namen der amerikanischen Metal Szene zu tun. Gegründet wurde die Truppe 1998 von ihrem Gitarristen Jack Frost, der mit Gruppen wie Savatage, Metalium und Bronx Casket in Verbindung gebracht werden kann. Am Mikro steht seit dem Jahre 2002 kein geringer als James Rivera. Sein Goldkehlchen bereitete den Erfolg der Legende Helstar, deren Klassiker „A distant thunder“ für mich wie kein zweites Album die goldenen Tage des US Metal repräsentiert. Zwischendurch wurde die Band am Bass immer wieder von Joey Vera unterstützt, dessen Arbeit bei Armored Saint, Anthrax und Fates Warning ebenso Metal Geschichte geschrieben hat. Mit den beiden Newcomern Dennis Hayes (Winters Bane) am Bass und Jeff Curenton an den Drums hat sich um das Duo Frost / Rivera nun ein stabiles Line-Up gebildet, das nun das Jahr der Hexe einläuten soll. Man verzeihe mir diesen Kalauer. Hayes half der Band bereits bei der ein oder anderen Live Aktivität aus und schaffte den Kontakt zu Drummer Curenton, der auf dem vorliegenden Album allerdings noch nicht zu hören ist.
Der neue Bassist ist auf jeden Fall ein würdiger Ersatz für Arbeitstier Joey Vera, der einfach anderweitig zu sehr eingespannt ist, um fest bei den Witches zu bleiben, aber weiter ein Teil der Familie um Mainman Jack Frost bleiben wird. So war er beispielsweise intensiv am Songwriting für „Year of the witch“ beteiligt. Und noch ein alter Bekannter wurde mit ins Boot genommen. Der Song „If you were god“ wurde von Dave Ellefson geschrieben, der als langjähriger Weggefährte von Dave Mustaine bei Megadeth Zeichen setzte. Ellefson sollte eigentlich mit Jack Frost an dessen Solo Album arbeiten. Rechtliche Umstände ließen dies nicht zu und so spendierte der Ex-Medadether wenigstens diesen Song für das neue Seven Witches Album, dem man seinen Ursprung übrigens sehr deutlich anhört.
Kommen wir aber endlich zur Musik selbst. „Year of the witch“ bietet kraftvollen und zeitlosen amerikanischen Heavy Metal mit sehr viel Atmosphäre und einem Hauch von Mystik. Die Gitarre wird auf einem enorm hohen Niveau gespielt, und über die herausragenden Fähigkeiten eines James Rivera am Mikro muss man eigentlich kein Wort mehr verlieren. Sehr freue ich mich über die wirklich gute Bassarbeit, die bei einer glasklaren Produktion von Jack Frost himself auch prima zur Geltung kommt. Die CD enthält das mehrteilige und sehr gelungene Epos „Jacob“. Dazu gesellen sich ein paar gleichermaßen abwechslungsreiche und perfekt eingespielte Songs mit viel Melodie, genialen Soli und prägnanten Gitarrebriffs. Als Anspieltipps seien der schnelle Opener „Metal Asylum“, das charismatische „Cries of the living“ und das treibende „The prophet is you“ genannt.
Metal der Extraklasse.
8.0 Punkte von Christian (am 12.09.2004)
Deine Meinung ist gefragt:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:
musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
X Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
[ Seit dem 12.09.04 wurde der Artikel 4558 mal gelesen ]