Steel Attack (Schweden) "Enslaved" CD
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Steel Attack haben einfach Hummeln im Arsch. Das beweisen sie uns auch mit ihrem vierten Album „Enslaved“. Man kann wirklich hören, wie viel Spaß die fünf Musiker an ihrem Schaffen haben. Und mit ihrer Laune stecken sie mächtig an.
Musikalisch bewegt man sich immer noch irgenwo zwischen moderner teutonischer Stahlschmiedekunst und tempobetontem schwedischen Edelmetall. „Enslaved“ klingt dabei etwas härter und nicht ganz so happy wie der Vorgänger „Predator of the empire“. Fette Riffs und rasende Gitarrenläufe bestimmen das Bild. Dabei wird das Gaspedal jedoch nicht permanent durchgetreten. Die Flitzefinger der Gitarristen sorgen jedoch auch dann für einen Geschwindigkeitsrausch, wenn die Rhythmusgruppe mal ein wenig ins Stampfen gerät. Steel Attack sind durch und durch Metal und haben wenig mit dem Melodic Speed Gebolze ihrer Genregenossen gemein. Schnell und zu jeder Zeit heavy prügeln sich die Jungs durch die insgesamt neun Songs. Und legen dabei sowohl in spieltechnischer Hinsicht als auch im Songwriting ein sehr hohes Niveau an den Tag. Stilistisch würde ich die Scheibe irgendwo zwischen Nocturnal Rites und Brainstorm ins Regal stellen. Die Beats bewegen sich meistens im treibenden oder Uptempo Bereich. Aus Gründen der Abwechslung wäre vielleicht ein schwerer Stampfer oder gar ein Doom Song angebracht gewesen. Würde mich auf jeden Fall interessieren, ob die Teufelskerle das auch drauf haben. Danach steht ihnen jedoch offensichtlich nicht der Sinn. Beeindruckend sind wieder einmal die eingängigen Refrains, die dafür sorgen, dass diese CD nicht so schnell ins Archiv wandert.
„Gates of heaven“ eröffnet den Reigen dabei sehr repräsentativ. Gleich fällt auf, dass mit dem neuen Sänger Ronny Hemlin ein Klassemann am Mikro steht. Er hat ein hohes und dennoch kraftvolles Organ. In „Out of the flames“ kommen Steel Attack mal abgesehen vom furiosen Eröffnungslead erst einmal ein wenig runter und bauen Grunts zur Unterstützung ein. Das treibende „Forsaken“ glänzt mit einem Symphorce-artigen Refrain. „Bless my sins“ ist typisch für den Stil der Band. An sich ist es ein eher getragener Song. Bassdrum und Gitarren können aber einfach nicht an sich halten und fudeln munter vor sich hin. Zum Mitschunkeln geeignet. „Immortal hate“ prügelt drauf los, ist prima arrangiert und hat anspruchsvolle und dennoch eingängige Gesangslinien. Mein Anspieltipp. In „Son of a thousand Souls“ bekommt man erst einmal richtig auf die Fresse. Danach schleppt der Song sich in eine recht ambitionierte Strophe, um schließlich in einen stampfenden Hammerrefrain zu gipfeln. Geil. Der folgende Titelsong lebt von seiner Eingängigkeit. „Voices“ beginnt orientalisch, entwickelt sich dann aber zu einem klassischen Metal Track. Und mit „When you dream“ gibt es noch einmal einen famosen Metal Hit mit einem Klasserefrain und einer Ohrwurmgitarre. Auch die dynamische Strophe bollert nachhaltig durch die Gehörgänge.
Textlich beschäftigt sich „Enslaved“ übrigens mit dem Thema „Religionen“ aus verschiedenen Sichtweisen und Standpunkten. Dabei ist kein Konzeptalbum entstanden. Allerdings bildet sich so ein roter Faden, der sich durch die 46 Minuten zieht.
Vergleicht man das Line Up mit dem des Vorgängers, so scheint nicht nur der Mann am Mikro neu zu sein. Soweit ich das beurteilen kann, sind nur noch Drummer Mike und Gitarrist John Allen dabei. Geschadet haben die Besetzungswechsel nicht. „Enslaved“ ist erneut ein starkes Album aus dem Hause Steel Attack. Es klingt nicht ganz so impulsiv wie „Predator of the empire“, gewinnt dafür an Ausdruckskraft und Professionalität.
7.0 Punkte von Christian (am 19.09.2004)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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