Was war das doch für ein geniales Werk im Jahre 2002. Die All-Stars haben sich dafür entschieden es nicht nur bei einer aus der Jamsession heraus entstanden EP zu belassen und fabrizierten etwas einmalig Geniales. Ich habe bis heute noch diese brachiale Kraft der Vocals, die rhythmischen Gitarrenriffs und den unverkennbaren Retro-rauen-Sound im Ohr. Und so scheint es dabei zu bleiben, dass „Ressurrrection through carnage“ leider etwas einzigartiges bleibt. Warum? Nun, ab sofort weht ein neuer Wind im Hause Bloodbath. Dies ist wohl deutlich auf die letzten Wechsel innerhalb der Band zurückzuziehen, die da wären: Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain, Abyss, Lock Up) - Vocals und Martin „Axe“ Axenrot (Witchery, Satanic Slaughter), der für Dan Swanö (jetzt Gitarre) die Drums übernommen hat. Und siehe da „Nightmares made flesh“ ist anderes, aber wer hätte das nicht gedacht. Nein, es ist nicht direkt als schlechter zu bewerten, als die damaligen Songs, aber es ist auch definitiv nicht viel besser. Es stellt für mich leider bloß ein gutes Death Metal Werk von vielen dar. „Nightmares made flesh“ hat nicht mehr dieses besondere Flair, wie es noch im Debüt und auf der EP zu spüren war. Ich vermisse hier genau das wofür diese damals angedachte (Projekt-)Band eigentlich entstanden ist, nämlich für den Old-School-Death made in Sweden.
Klar, Peter ist ein sehr guter Shouter, Produzent, Musiker und vor allem Sänger, aber diese tiefe Aggression und Gewalt, wie sie Mikael für Bloodbath geboten hat, ist hier nicht mehr da. Ich vermisse einfach die Ohrwurmknaller wie u.a. „Breeding death“, „Ways to the grave“ oder gar „Cry my name“! Die Kraft der guten old-school-Zeit scheint immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Die einzigen nennenswerten Tracks, die auch durchaus Live für Knaller sorgen sollten, wären: „Outnumbering the day“, „Brave new hell“ und „Feeding the undead“.
Fazit: Ich denke, wenn dies das Debüt wäre, dann könnte dieses Album als gutes bis sehr gutes Death Werk durchgehen, da es nun mal sehr professionell ist, keine Frage, aber dem ist ja nicht so. Daher kann ich „Nightmares made flesh“ nur als ein reines Death Metal Scheibchen bezeichnen, bei dem man schon hätte mehr erwarten können, wenn man die eigentliche Entstehungsidee von Bloodbath betrachtet. Schließlich hat man Namen wie Swanö, Tägtgren, Renkse, Nyström und Axenrot bzw. damals Akerfeldt vor sich. Death Metal pur oder eben eine weitere schwedische Attacke bekannter Musiker, aber auch nicht mehr als das.
Tracklist:
Lineup:
1. Cancer of the Soul
2. Brave New Hell
3. Soul Evisceration
4. Outnumbering the Day
5. Feeding the Undead
6. Eaten
7. Bastard Son of God
8. Year of the Cadaver Race
9. The Ascension
10. Draped in Disease
11. Stillborn Saviour
12. Blood Vortex
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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