Die Schweden von IN BATTLE, welche schon seit 1996 ihr Unwesen treiben, waren und sind u.a. dafür bekannt, daß sie sich niemals für immer und alle Zeiten einer bestimmten Stilrichtung verschrieben haben. So begann man dereinst vor über elf Jahren tief schwarzmetallisch, machte dann später Musik mehr in Richtung Death / Thrash Metal (zwischenzeitlich machte man 1998 mit "The Rage Of The Northmen" sogar mal einen Ausflug in Viking-Metal-Gefilde) und präsentiert sich anno 2007 wieder einen Tick brutaler, denn nach drei Durchläufen würde ich den auf "Kingdom Of Fear" gebotenen Stilmix als ein gelungenes Konglomerat aus (in dieser Reihenfolge) Death, Thrash und Black Metal bezeichnen, aber dazu mag sich ein jeder höchstselbst seinen Höreindruck bilden.
Die Scheibe ist sehr abwechslungsreich, kompetent eingeprügelt und besticht durch einen wohlproportionierten Sound.
Trotz all dieser Positiva werde ich mit "Kingdom Of Fear" nicht so recht warm, einfach weil sich die einmal eingenistete Gesichtslosigkeit nie so ganz verlieren will. Das Gehörte ist einfach zu identitätslos; zudem fehlen der eine oder ander Überhammer, Songs mit einem Killerriff etwa, die sich sofort und unauslöschlich festsetzen würden. Somit bleibt einfach zu wenig hängen; der berühmte Funke will nur stotternd überspringen und es bleibt ein leicht fader Nachgeschmack.
Das ist sehr schade, denn die Band ist wirklich talentiert und spieltechnisch auf allerhöchstem Niveau.
Vielleicht sollte man in Zukunft ein klein wenig mehr Sorgfalt und Zeit ins Songwriting investieren; momentan hören sich alle Tracks noch ziemlich ähnlich an.
Ansätze dafür sind ja vorhanden, beispielsweise im herrlich verschleppten Mittelteil von 'The Wandering One'.
Zudem kommen die Tracks bei mir immer dann besser rüber bzw. an, wenn IN BATTLE den Fuß vom Gaspedal nehmen; die dann entstehenden stets sehr brutalen und verschleppten Songs gefallen allesamt.
Zu dieser Thematik paßt auch ganz gut der
Anspieltip: 'Follow The Allfather', ein finsteres, brutales verschlepptes Stück im unteren Midtempobereich.
Des weiteren hörenswert: Stück 9, 'Terrorkings'; im langsameren Teil klingen die Vocals nach IMMORTAL !!
Da "Kingdom Of Fear" beileibe kein schlechtes Album geworden ist, sondern objektiv betrachtet sogar die Niederungen der Mittelmäßigkeit weit hinter sich läßt - ich selbst habe eben nur ein kleines Problemchen damit, aber das mag bei jedem von euch anders sein ... - muß die Bewertung im positiven Bereich liegen, daher versuche ich es einmal mit einer hoffentlich einigermaßen gerechten 6,5.
Tracklist:
Lineup:
1. Kingdom Of Fear
2. The Multitude
3. The Wandering One
4. Follow the Allfather
5. Tyr
6. The Dead Shall See
7. The Curse
8. I Kamp
9. Terrorkings
10. Path Of Power
11. Raven Calls
6.5 Punkte von WARMASTER (am 02.09.2007)
Deine Meinung ist gefragt:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:
musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
X Aktuelle Top6
1. SVARTSOT "Ravnenes Saga"
2. NECRODEATH "Draculea"
3. ONSLAUGHT "Killing Peace"
4. EXODUS "The Atrocity Exhibition: Exhibit A"
5. FLESHCRAWL "Structures Of Death"
6. FLESHLESS "To Kill For Skin"
X Alltime-Klassix Top6
1. SLAYER "Reign In Blood"
2. BOLT THROWER "Warmaster"
3. KAMPFAR "Mellom Skogledde Aaser"
4. BATHORY "Blood Fire Death"
5. THE BEATLES "Sgt. Pepper"
6. TANGERINE DREAM "Logos"
[ Seit dem 02.09.07 wurde der Artikel 3660 mal gelesen ]