Der Sechser aus dem Saarland meldet sich nach “The Consequence Of Setting Yourself On Fire” (2006) bereits ein Jahr später mit dem zweiten Longplayer zurück und beugt so schon einmal dem Dilemma vor, in der schelllebigen Musikbranche alsbald in Vergessenheit zu geraten. Erstaunlich finde ich, dass man nach dem durchaus ansprechenden Debut in kurzem Abstand ein Zweitwerk folgen lässt, das qualitativ noch einen Tick stärker ausgefallen ist. CRASH MY DEVILLE erfinden mit Ihrer Mischung aus Screamo, Metalcore und Hardcore das viel zitierte Rad sicherlich nicht neu, legen aber eine konsequente Frische und Ursprünglichkeit an den Tag, die man bei etlichen vergleichbaren Acts aus den USA vergeblich sucht. In ihren besten Momenten erinnern die Jungs sogar nicht nur einmal an Hochkaräter wie BOYSETSFIRE (Melodien), alte HOPESFALL (Atmosphäre) oder auch EVERGREEN TERRACE (Durchschlagskraft). Natürlich stellt man sich die Frage, ob man es nicht lieber vermieden hätte, Songtitel wie „Don`t Piss Down Our Backs And Tell Us It’s Raining“ (remember DEATH BY STEREO) zu verwenden und ja, auch die obligatorisch fetten Breakdowns und das Wechselspiel aus tiefen Growls und Cleangesangsparts machen diese Platte zu einem gefundenen Fressen für Scheitelträger jeglicher Coleur. Doch CRASH MY DEVILLE haben irgendwas. Klar, sie kommen aus Deutschland und klingen von daher schon mal mehr nach WATERDOWN oder DAYS IN GRIEF als nach ATREYU oder A DAY TO REMEMBER. Darüber hinaus überzeugt man aber streckenweise mit schlicht gutem Songwriting, gelungenem Timing, schönen Melodien und nicht selten mit dicksten PANTERA-Riffs, die den Hörer ordentlich in die Sitze drücken. Mit „Ride This Horse To War (With No Shoes On)“, “Sorry, No Personal Convenience Within The Next 4:55 min” und dem hymnischen Abschlußtrack “How To Write Hope In Times Of Upheaval” hat man zudem drei amtliche Ohrwürmer am Start, die einfach richtig Spaß machen. Und auch wenn mit dem ersten Teil der etwas durchwachsenen “The Glamour“-Triologie ein Totalausfall zu verzeichnen ist, 7 Punkte haben sich die Jungs mit dieser Platte redlich verdient.
Tracklist:
Lineup:
1. Here Comes The Glamour
2. Don't Piss Down Our Backs And Tell Us It's Raining
3. You Sell A Bit Of Composure
4. Ride This Horse To War [With No Shoes On]
5. Sorry, No Personal Convenience Within The Next 4.55 Min.
6. The Glamour Pt. I [The Awakening]
7. The Glamour Pt. II [The Departure]
8. The Glamour Pt. III [The Destination]
9. From Sinking Risks And Fast Disgrace
10. Handcuff Rodeo
11. Killing On Our Own Demands
12. How To Write Hope In Times Of Up Heaval
7.0 Punkte von Schneider (am 24.09.2007)
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musikalischer Background des Verfassers 80`s Metal, Old School Thrash, Brutal & Technical Death, Metalcore, Hardcore, Mathcore, Hardrock, Melodic Rock/AOR, Prog-Metal
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