Eine geballte Ladung Hardrock schlägt einem hier entegegen! GARY JOHN BARDEN, bekannt vor allem als frühe Stimme der Michael Schenker Group, ist seit 2004 auch unter seinem eigenen Namen auf Solopfaden unterwegs. „Love & War“ ist das mittlerweile dritte Album des britischen Ausnahmetalents und beweist, dass Barden immer wieder für eine Überraschung gut ist. Während auf den Vorgängern doch noch etwas ruhigere Töne im Vordergrund standen, ist „Love & War“ nun ein Album der deutlich härteren Gangart geworden! Und das steht dem Briten wirklich gut zu Gesicht! Mit „Creatures of the Night“ ist auch gleich ein klasse Opener am Start. Dynamisch und mit dem richtigen Drive gibt Barden hier gleich die Laufrichtung fürs Album vor. „When the lovin dies“ wird eingeleitet durch ein düsteres Orgel-Intro, bevor die stampfende Gitarre einsetzt und dem Song eine gehörige Portion Härte verpasst.
Überhaupt werden die elf Songs von einer durchweg dominanten Gitarrenarbeit getragen, die den Songs die gehörige Härte verpasst, aber gleichzeitig auch die optimale Grundlage für Bardens rauchiges Stimmorgan bietet. Verantwortlich für die fette Produktion ist (wie für Kenner unschwer zu hören sein dürfte) der Melodic-Tausendsassa Michael Voss (Casanova, Mad Max, Silver).
Schon mit der Band „Silver“ konnten Barden und Voss unter Beweis stellen, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes musikalisch perfekt harmonieren. Voss übernahm ebenfalls beim vorliegenden „Love & War“ die Backing-Vocals.
Beim Songwriting fällt sofort die Liebe zum Detail auf. Bei den meisten Songs findet man geniale Intros, die sich perfekt in die Songstruktur integrieren und die richtige Vorarbeit für die kernigen Gitarren liefern! So auch bei „Dragon`s Fire“, das ich hiermit als absoluten Anspieltipp nennen möchte. Ein raffiniertes Fernost-Intro öffnet hier die Tür zu einem genialen Hardrock-Stampfer mit absolutem Ohrwurm-Charakter. Und Ohrwürmer kommen auf „Love & War“ garantiert nicht zu kurz. Wer „Unchain Me“, „Last Samurai“ oder das ultimative Highlight „Voices in the Rain“ hört, wird wissen, wovon ich spreche. Lediglich mit „Burn on the Flame“ hat sich ein etwas durchschnittlicherer Song eingeschlichen, der mich vor allem im Chorus nicht voll überzeugen kann.
Abgerundet wird das Album durch „Love & War“, einen langsamen und nachdenklichen Song, der auch zugleich Namensgeber der Scheibe ist, und im Solo-Part wiederum durch die herausragende Gitarrenarbeit hervorsticht.
Nach den Alben „Past and Present“ und „Agony and Xtasy“ nun also „Love & War“ - Für mich eines der stärksten Alben von Barden!
Fazit: Geniale Songs – starke Produktion – Hardrock pur: GARY JOHN BARDEN in Höchstform!
Tracklist:
Lineup:
1. Creatures of the night
2. Unchain Me
3. When the lovin` dies
4. You
5. The last Samurai
6. The Dragon`s fire
7. Voices in the rain
8. Love lost
9. Burn on the flame
10. Déja Vu
11. Love & War
8.5 Punkte von Shylock (am 09.10.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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