Ted Poley dürfte eigentlich jedem Freund melodischen Hardrocks ein Begriff sein, startete er doch seine Karriere, damals noch als Drummer, bei der Band Prophet. Kurz nach dem Erstlingswerk stieg er aber aus, um bei der damals noch jungen Band Danger Danger die Leadvocals zu übernehmen. 3 Alben („Danger Danger“, „Screw It!“ und „Coackroach“) brachte die Band mit ihm als Sänger hervor und konnte damals noch auf den Zug der Hairspray Bands aufspringen, bevor dieser dann seinen Zielbahnhof erreichte und von heute auf morgen quasi nicht mehr existent war. 1994 formte er dann mit Gitarrist John Allen III die Band Bonemachine, konnte aber nicht mehr die Qualitäten erreichen wie mit Danger Danger. 3 Alben und etliche Jahre später kehrte er zusammen mit Gerhard Pichler wieder in das Licht der Öffentlichkeit zurück und wieder waren es 3 Alben, bevor er wieder neue Wege beschritt. Bereits im letzten Jahr erschien dann sein, leider wenig beachtetes, erstes Solo-Album, dem nun mit „Smile“ das zweite folgt. Zusammen mit Gitarrist JK Northrup, der bereits mit King Kobra und Ex-Rough Cutt Röhre Paul Shortino gearbeitet hat, macht er da weiter, wo ihn seine Fans erwarten. Immer noch heißt das Gebot der Stunde melodischer Hardrock mit Hooklines und einer bestechenden Stimme. Es scheint, als ob die Zeit stehen geblieben wäre und wir uns mittels Zeitmaschine wieder in die 80er zurück bewegen würden. Der Weg, den er mit dem Vorgänger „Collateral Damage“ eingeschlagen hatte, wird auch hier konsequent weiter verfolgt. Nahezu sämtliche Songs zeugen von songschreiberischem Können und glänzen auch mit einem stimmlich gut aufgelegten Ted Poley. Unterstützung findet er im wie immer perfekten Gitarrenspiel von JK Northrup, der schon so manches Teil veredeln konnte. Sicherlich bewegt sich der ein oder andere Songs schon arg an der Schmerzgrenze für heutige Hörgewohnheiten, aber wer den Geist der 80er so vehement atmet, kann einfach nichts verkehrt machen. Da sich alle Songs auf einem absolut gehobene Niveau befinden, sei hier stellvertretend nur einmal der Opener „Waiting Line“ herauszuheben, der mit einem tollen Chorus daher kommt. Von treibenden Grooves („Going Blind“) bis zu fast schon an Kitsch grenzende Balladen („More Than Goodbye“) findet sich alles, was das Rockerherz erfreut. Warten wir nun also noch gespannt auf das Reunion-Album von Danger Danger, dass bereits für nächstes Jahr angekündigt wird.
Fazit: Welcome back Ted.
Tracklist:
Lineup:
1. Waiting Line
2. Going Blind
3. Smile
4. What If She Knew
5. More Than Goodbye
6. Luv On Me
7. If I Can’t Change Your Heart (Then Let Me Blow Your Mind)
8. Why Can’t We Pretend That It’s Over?
9. Life Keeps Spinning Me Round
10. Where It Ends
11. Will Ya
12. Reprise (If I Can’t Change Your Heart)
7.5 Punkte von Christoph (am 17.10.2007)
Deine Meinung ist gefragt:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:
musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
X Aktuelle Top6
1. Running Wild "Shadowmaker"
2. Nitrogods "Nitrogods"
3. Leonard Cohen "Old Ideas"
4. Los Bastardos Finlandeses "Saved By Rock ‘N’ Roll"
5. Steel Panther "Balls Out"
6. Pothead "Potterville"
X Alltime-Klassix Top6
1. Atsushi Yokozeki Project "Raid (Japan only)"
2. Diving For Pearls "Diving for Pearls"
3. UFO "The Wild, the Willing and the Innocent"
4. Dokken "Under Lock and Key"
5. Iron Maiden "The Number of the Beast"
6. Journey "Escape"
[ Seit dem 17.10.07 wurde der Artikel 3382 mal gelesen ]