Wie der Engländer sagen würde: Limbonic Art sind zurück, sind sie nicht?! Nun, in diesem (zugegebenermaßen furchtbaren) Satz steckt mehr Wahrheit als man denken mag.
Nach ihrem letzten Album „The Ultimate Death Worship“ im Jahre 2002 waren Morfeus und Daemon der Meinung, Limbonic Art auflösen zu müssen, da man sich kreativ erschöpft fühlte und neue Wege erkunden wollte. Viel Genugtuung scheinen diese neuen Wege nicht gebracht zu haben, denn schon am 6.6.06 (uiuiuiui) beschlossen die beiden Norweger, Limbonic Art wiederzubeleben.
Mit „Legacy of Evil“ liegt nun das Comeback-Album der beiden vor und soll nach Möglichkeit an alte Erfolge wieder anknüpfen. Erreicht werden soll dies durch eine Art musikalischen Kompromiss: Nachdem „The Ultimate Death Worship“ fast vollkommen auf den typischen und so bezeichnenden Keyboard-Epik-Bombast früherer Werke verzichtete, werden die symphonischen Anteile auf „Legacy of Evil“ wieder ein bißchen präsenter. Dabei kommt es nicht zu solch avantgardistischen Auswüchsen wie noch auf der „Moon in the Scorpio“ oder der „In Abhorrence Dementia“, sondern das Keyboard wird vielmehr unterstützend in die Songs eingebunden und agiert eher im Hintergrund. Somit dominiert auch auf „Legacy of Evil“ wieder der rasende und brutale Black Metal, wie man ihn von Limbonic Art gewohnt ist – nur eben nicht mit ganz so viel Bombast, wie man ihn eigentlich gern hätte.
Natürlich kommen dabei trotzdem großartige Songs heraus, „Infernal Phantom Kingdom“, „Nebulous Dawn“ und „Twilight Omen“ (letzterer mit einem netten Riffzitat aus „When Mind and Flesh departs“ von „In Abhorrence Dementia“) wären hier wohl meine Favoriten, aber ich und vermutlich auch viele andere Liebhaber der ersten Alben haben sich von diesem Comeback etwas mehr erhofft.
„Legacy of Evil“ ist ein wirklich gutes Black Metal Album, aber leider kein Paukenschlag, mit dem Limbonic Art wieder auf den Plan tritt.
Tracklist:
Lineup:
1. A Cosmic Funeral of Memories
2. A Void of Lifeless Dreams
3. Grace by Torments
4. Infernal Phantom Kingdom
5. Legacy of Evil
6. Lycanthropic Tales
7. Nebulous Dawn
8. Seven Doors of Death
9. Twilight Omen
10. Unleashed from Hell
musikalischer Background des Verfassers Prog Rock/Metal, Post Rock/Metal/Hardcore, Djent, Swedish/Melodic Death, Folklore/Neofolk, Black Metal, Neo-Thrash, Pagan Metal, Düster-Rock u.v.m.
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