Dieses Album ist eine kleine Geschichtsstunde in Sachen Aufarbeitung der verheerenden Schäden, welche die sog. „Christianisierung“ in den alten Kulturen des Nordens seit dem frühen Mittelalter angerichtet hat. Dänemark als kleiner Zwischenpuffer war und ist in diesem Spiel der großen Mächte über all die Jahrhunderte stets Auf- und Durchmarschgebiet fremder Heere sowie Vasallenstaat und Spielball zugleich gewesen und genau davon künden die Lieder der dänischen Wikinger von SVARTSOT. Das Sextett hat, 2005 gegründet, 2006 den sog. „Danish Metal Grand Prix“ gewonnen und schickt sich nun an mit dem vorliegenden Debütalbum in der bunten und äußerst lebendigen Szene des Pagan, Folk und Viking Metals voll durchzustarten.
SVARTSOTs melodiedurchtränkte Weisen zünden auf Anhieb – hier mischen sich professionelle Spielfreude, rauher deathmetalartiger Gesang, hervorragende Instrumentierung und phantastisches Songwriting zu einer genialen Mixtur, welche so gut wie jeden der 12 vorgetragenen Songs zu einem kleinen Hit werden läßt.
Nach nunmehr drei Durchläufen bin ich restlos und absolut begeistert und hebe SVARTSOT jetzt schon auf eine Ebene zusammen mit TYR, NOMANS LAND und meinen persönlichen Genre-Lieblingen THRUDVANGAR.
ALLE zwölf stets im Mittleren Tempo angesiedelten Songs sind ausgewogen, strotzen geradezu von Breaks, Riffs und süchtigmachenden genialen Melodien und haben das gewisse Etwas.
Die sofort in die Glieder fahrende ungezähmte Lebenslust etwa eines Songs wie Nidvisen, mit rasanter mit humppaartigen Passagen durchsetzter Rhythmik, Claus’ beeindruckenden Vocals, dieser genialen Melodie, gegröhlten Hintergrundrefrains und flötenartigen munteren Begleitinstrumenten, schafft augenblicklich eine Atmosphäre verschwitzter pogender Leiber, mit verzückter Mimik und außer Atem dem nächsten Song entgegenfiebernd ...
Die durchwegs auf dänisch gegröhlten Lieder handeln außer von der lebendigen Geschichte Dänemarks außerdem noch von allerhand anderen Lebendigkeiten – Schlachten, Bier und schöne Frauen – Sex, Drugs and Rock’n Roll also mal wieder ... manche Sachen nützen sich eben niemals ab und das ist auch gut so !!!
SVARTSOT sind für mich DER Newcomer und Senkrechtstarter in Sachen Pagan und Viking Metal in diesem an guten Alben so reichen Jahr 2007 und ich kann es kaum erwarten die sechs Wikinger einmal live erleben zu dürfen !!!
Diesem übersprudelndem Quell an genialen und sofort ins promillegetränkte Blut gehenden Wikingerliedern weniger als 9 Punkte zu geben, wäre der blanke Hohn, aber da es erst das Debütalbum ist, belasse ich es dabei – gar nicht auszudenken, wenn sich die Brüder nochmals steigern sollten; hier wächst eine ganz große Band heran – lauft also gleich los und holt euch diesen prallgefüllten Methumpen – das ist ein Befehl !!!