Wenn eine Band aus Schweden kommt, sich den Musikstil „True Metal“ auf die Fahne schreibt und zudem auf dem ersten Album ausgerechnet von Joacim Cans mitproduziert wurde, so muss sie sich unweigerlich dem Vergleich mit den Metal-Größen des Nordens stellen. DREAMLAND erinnern in der Tat schon sehr stark an Bands wie Dream Evil und vor allem Hammerfall, was sich auch auf dem mittlerweile zweiten Album „Eye For An Eye“ nicht geändert hat.
Elf gewaltige, von Joacim Cans und Andy LaRocque glasklar produzierte True-Power-Metal Nummern erwarten einen auf dem Album, das sich jeder Anhänger der genannten Musikrichtung bedenkenlos ins Regal stellen kann. DREAMLAND wissen wirklich, wo der Hammer hängt und lässt man mal alle Vergleiche außen vor, so kann man seit „Future`s Calling“ mittlerweile eine erfrischende Eigenständigkeit der Band feststellen. Ich möchte mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass DREAMLAND da weiter machen, wo Hammerfall seit dem etwas sperrigen Threshold stehen geblieben sind. Songs wie der treibende Opener „Eye for an eye“ oder das stampfende „Reverse Deny“ gehen eben sofort ins Ohr und überzeugen mit eingängigen Melodien, starken Gitarrenparts und simplen Songstrukturen, die endlich mal kein Gefrickel und keine überflüssigen, ewig langen Soli-Parts nötig haben. Hervorheben möchte ich noch besonders das hymnenhafte „Chosen Ones“, mit dem die Schweden ihre berühmten Landsmänner in Sachen Power, Mitgröhl-Chorus und erstklassiger Gitarrenarbeit locker in die Tasche stecken könnten. Auch „Shadows of the night“ und der rhythmische Midtempo-Rocker „Children of Tomorrow“ sind absolute Spitzen-Songs, die wieder frischen Wind ins schwedische True-Metal Genre blasen.
DREAMLANDs Rezept ist einfach: Man nehme elf Kompositionen, die sich nicht in unnötigen Soli-, Prog- oder Keyboard-Seitenstraßen aufhalten, füge mit Frontmann Jake E. einen großartigen Sänger hinzu und schmecke das ganze zum Schluss mit einer Prise Hammerfall-Produktion ab. Fertig ist das schwedische Nationalgericht „Eye for an eye“, bei dem man ruhigen Gewissens einen dicken Nachschlag verlangen darf! Mahlzeit!
Fazit: Ein äußerst schmackhafter Leckerbissen aus Schweden, der jeden Melodic-Metal Anhänger mehr als zufrieden stellen dürfte.
Tracklist:
Lineup:
1. Eye for an eye
2. Carousel of Pain
3. Reverse Deny
4. Secret Signs
5. Chosen Ones
6. Spread your wings
7. Shadows of the night
8. Heavenly designed
9. Children of tomorrow
10. Forever and ever
11. Revolution in paradise
musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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