Glyder stammen aus Irland und legten im letzten Jahr mit ihrem selbstbetitelten Debüt die Meßlatte bereits ziemlich hoch für ein Folgealbum. Aufgefallen waren mir die Jungs das erste Mal auf der Tour im Vorprogramm von Thunder. Erst noch voller Skeptik über einen weiteren Klon, war ich nach wenigen Songs bereits restlos begeistert von den vier Iren. Eine Band, die sich so im Fahrwasser von Thin Lizzy bewegt und dabei dennoch völlig eigenständig klingt, hatte ich bis dato noch nicht gehört. Zumal sie live um einiges besser waren, als die Band um John Sykes, die seit einigen Jahren unter dem Thin Lizzy Banner auf die Fans losgelassen wird. War das Debütalbum noch fast ein neues Thin Lizzy Album, so sind die Jungs diesmal einen grossen Schritt weiter gegangen und haben sich ein Stück vom Lizzy-Sound entfernt, was der Band aber gut steht. Diesmal hat sich auch der Blues im Stil von Rory Gallagher breit gemacht. Ist er doch ein weiterer der grossen Helden der Band um Tony Cullen (Vocals/Bass), Bat Kinane (Gitarre), Pete Fisher (Gitarre) und Davy Ryan (Drums). Massgeblich zum Gelingen des Albums hat auch diesmal wieder Produzenten-Legende Chris Tsangarides (Judas Priest, Black Sabbath und, und, und), der auch bereits das Debütalbum veredelt hat und unter anderem auch für Thin Lizzy tätig war, womit der Kreis geschlossen wäre. Die ganze Tour-Erfahrung und die Zusammenarbeit mit Chris sind hörbar, hat sich die Band doch deutlich weiter entwickelt. Klar, die Thin Lizzy Double-Leads sind immer noch vorhanden, aber das ist auch gut so, hört man doch gerade die Double-Leadgitarre in der heutigen Zeit viel zu wenig, zumal sie prägend für den Sound von Thin Lizzy war. Wer also endlich einmal eine wirklich richtig gute Abwechslung zu den alten Bands sucht, kann hier fündig werden.
Fazit: Auch mit dem zweiten Werk können die Iren voll überzeugen..
Tracklist:
Lineup:
1. Gamblers Blues
2. Sweets
3. Puppet Queen
4. Playground For Life
5. For Your Skin
6. Walking My Own Ground
7. Dark Meets Light
8. Sleeping Gun
9. Over And Over
10. The Merrygoround
7.0 Punkte von Christoph (am 23.01.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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