Die Tschechen Draco Hypnalis bezeichnen ihre Art Musik als melodischen Death Metal. Um es gleich vorweg zu nehmen, ich kann diese Einschätzung nicht nachvollziehen, jedenfalls nicht auf diesem, mir hier vorliegenden, Album „Imagination“. Vielleicht entspringt diese Selbsteinschätzung, wie der Titel schon sagt, nur der Phantasie der Truppe. Sicher gibt es hier und da Anlehnungen an diese Genre, z.B. die Vocals wie im Oppener „Woe in Paralytic Symphony“ und im darauf folgendem „In Sincere Wander Though Illusion Untouched“, und auch ein gewisser Grad an Melodie ist vorhanden. Jedoch wird das Album, welches uns 10 + 2 Hidden Tracks bietet, in der Folge immer progressiver und fängt schnell an langweilig zu werden. Das Keyboard beginnt zu nerven und die übliche Frickelei und Vertracktheit progressiver Musik kommt immer mehr zum tragen. Spätesten nach dem Instrumental „Symphony in E- Minor“, welches nicht mal so schlecht ist, möchte man die Scheibe aus dem Player haben. Nur der darauf folgende „The Fortune That Shall Not End In Disorder“ konnte mich daran hindern. Ich habe mir das Album mindesten 4-mal(hintereinander!) angetan und dennoch ist bei mir nichts hängen geblieben, außer das das Keyboard nervt und das mit Death Metal recht wenig zu tun hat. Ich kann auch mit progressiver Musik was anfangen aber das ist einfach zu viel des „Guten“. An manchen Stellen kam bei mir gar das Gefühl auf das ich ne Klassik Scheibe eingeworfen hab.
Fazit Draco Hypnalis legen uns mit „Imagination“ ein Album vor was sich eher an Progressive denn an Death Metal Fans wendet. Allerdings sollten diese dann kein Problem mit den Vocals, welche ein gewissen Grad an Death Metal aber auch teilweise an Black Metal Lastigkeit besitzen, haben. Das die Musiker ihre Instrumente beherrschen möchte ich ihnen nicht absprechen, daran kann man noch am wenigsten aussetzten. Aber manchmal kann weniger mehr sein. Der Spagat, welchen die Tschechen hier versuchen, ist in die Hose gegangen, dieses Album wird für Prog- wie für Death Metal Fans recht schwer zugänglich sein. 4,5/10 Punkte
Anspieltipp: wenn überhaupt dann „The Fortune That Shall Not End In Disorder“
Band Website: http://www.dracohypnalis.ic.cz , http://www.myspace.com/dracohypnalis
Discographie:
Nobleness Of The Storm-Gatherer 2000 MC (Split with Romantic Love)
Weavers Of Unrest 2005 CD
Imagination 2007 CD
Line Up :
Mira - Komposition, Guitar, Synthesizer, Programing
Petr – Guitars, Vocals
Ivos - bass
Tracklist:
Lineup:
01 Woe In Paralytic Symphony
02 In Sincere Wander Though Illusion Untouched
03 The Catacombs Of wild Passion
04 Yet They Come And Leave No Distress
05 The Ones In Shelter know No Evil
06 Symphony In E-Minnor
07 The Fortune That Shall Not End In Disorder
08 The Intimate And The Severe
09 Mozart – Alegro
10 Untied By The Bearers Of Strength
11 Untitled (Hidden Track)(Instrumental)
12 Untitled (Hidden Track)(Instrumental)
4.5 Punkte von gelal (am 12.02.2008)
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