Mir ist nicht so ganz klar, warum man ausgerechnet das jüngste Album einer Band als Re-Release herausbringt. Mit „Ghost Opera – The Second Coming“ erlebt das letzte, noch nicht allzu lang zurückliegende Kamelot Werk passend zur Jahreszeit seinen zweiten Frühling. Über die Musik und das Album selbst wurde an anderer Stelle bereits alles gesagt. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass „Ghost Opera“ den Langzeittest bei mir nicht bestanden hat. Das Werk gehört zweifelsohne zu den herausragenden Veröffentlichungen des letzten Jahres. Doch wenn ich Bock auf Kamelot habe (und das habe ich ziemlich oft, denn ich liebe diese einzigartige Band), greife ich lieber zum Überhammer „The Black Halo“, dessen nicht minder genialen Vorgängern „Karma“ und „Epica“ oder der grandiosen DVD „One Cold Winter’s Night“. Aber das ist sicher Geschmackssache. Fakt ist allerdings, dass die Veröffentlichung von „Ghost Opera“ nicht mal ein Jahr zurück liegt. Ich habe echt keine Ahnung, warum man da ein aufgemotztes Produkt nachschieben muss.
Sei’s drum, „Ghost Opera – The Second Coming“ erscheint als Doppel-CD. Auf dem ersten Silberling finden wir das eigentliche Album mit einem Live Video zu „Memento Mori“ aus Belgrad und einem Enhanced Video zu „Human Stain“. Dieser Teil des Produktes wurde uns allerdings nicht zur Verfügung gestellt. Ich kann lediglich berichten, dass die zweite CD, ein Live Mitschnitt aus Belgrad, ganz gut rüberkommt. Die Stimmung in der serbischen Stadt war bestens, und so bekommt man einen Eindruck von den Gänsehautmomenten, die es bei diesem Konzert gegeben hat. Muss man allerdings nicht haben, denn die letzte Kamelot Live Scheibe liegt auch noch nicht allzu lange zurück.
Bleiben als Kaufanreiz noch ein paar Spielereien (siehe Tracklist) als ziemlich müdes Argument. Jeder Besitzer des ersten Releases von „Ghost Opera“ sollte dem Second Coming daher keine Träne nachweinen. Fotos gibt es im Internet genug. Live Mitschnitte und Videos von Kamelot braucht man erst mal keine weiteren, wenn man „One Cold Winter’s Night“ als DVD oder Doppel-CD im Schrank stehen hat, und Studio Cuts und Remixes sind sowieso langweilig. Sollte es da draußen Metal Fans geben, die „Ghost Opera“ noch nicht besitzen (Schande über Euch), bietet sich jetzt die zweite Chance, endlich zuzugreifen. Und eine zweite Chance sollte man nicht verpassen. Denn dieses Album gehört definitiv in jede Sammlung. Bleibt noch die Frage, warum man „Ghost Opera“ nicht gleich in diesem Format veröffentlicht hat und erst neun Monate später mit einer Luxusversion um die Ecke kommt. Eine mittlerweile gängige Praxis im Business, die ich nicht mit einer guten Benotung unterstützen werde. Da ich die Band zutiefst verehre und die eigentliche Klasse des Albums Fakt ist, kann ich mich jedoch auch nicht zu einer kleinen Punktzahl durchringen. So verkneife ich mir die Bewertung lieber ganz. Da mir eh nur das halbe Produkt vorliegt, ist das wahrscheinlich der beste Weg.
Tracklist:
Lineup:
CD 1: Ghost Opera
01. Solitaire
02. Rule the World
03. Ghost Opera
04. The Human Stain
05. Blücher
06. Love You to Death
07. Up Through the Ashes
08. Mourning Star
09. Silence of the Darkness
10. Anthem
11. EdenEcho
12. Memento Mori (enhanced video: Live in Belgrade, Serbia)
13. The Human Stain (enhanced video)
CD 2: Live in Belgrade
01. Solitaire
02. Ghost Opera
03. The Human Stain
04. Mourning Star
05. When the Lights Are Down
06. Abandoned
07. The Haunting (with Simone Simons/EPICA)
08. Memento Mori
09. Epilogue
10. March of Mephisto
Studio cuts:
11. Season's End
12. The Pendulous Fall
13. Epilogue
14. Rule the World (remix)
ohne Wertung von Christian (am 15.03.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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