Der gute Rob Rock ist ja auch so was wie ein „Hans-Dampf-In-Allen-Gassen“. Gerade eben hat er erst sein viertes Soloalbum Garden of Chaos veröffentlicht, da leiht er auch schon der nächsten Band seine großartige Stimme. FIRES OF BABYLON nennen sich die Jungs, bestehend aus Winter`s Bane, Death und Shatter Messiah-Mitgliedern. Traditioneller Heavy Metal mit klassischem 80`s Touch haben sich Kelly Conlon, Lou St. Paul und Bob Falzano auf die Fahne geschrieben – klar, dass man Rob Rock hierfür verpflichten konnte.
Vorab muss ich aber leider schon mal anmerken, dass nicht alles wo Rob Rock draufsteht auch automatisch erstklassiger Metal sein muss. So leider auch bei FIRES OF BABYLON, die ihre Songs zwar gut auf die Stimme des Super-Vokalisten zuschneiden, insgesamt aber zu unspektakulär wirken. Groß klingen auch die Songtitel wie „Devilution“, „Lazarus Rising“ oder „Generation of destruction“, doch trotzdem kann mich das Songwriting nur bedingt überzeugen. Auch mit dem Cover versuchen die Jungs offenbar, in die Kerbe von Rock`s Soloalben zu stoßen, reichen dann mit den stellenweise nach dem Wiederholungsprinzip gebastelten Metal-Tracks aber doch nicht an die Klassen des Meisters heran, die der auf seinen Soloscheiben vorlegt. Wem soll man also den Teufel in die Schuhe schieben? Rock, der sicher besser daran getan hätte, sich nicht für so ein Projekt herzugeben? Dann könnte man die Jungs auch mit anderlei Maß messen. Andererseits sind einige Parts wie das Gitarren-Riffing in „Castles are burning“ derart fett, dass man auch ohne Ausnahmesänger sicher eine klasse CD hingelegt hätte – es fehlt leider nur die Beständigkeit solcher Momente.
Versteht mich nicht falsch, FIRES OF BABYLON bietet einige gute Heavy-Tracks, aber dadurch dass Mister Rock mit von der Partie ist, erwartet man eben so viel mehr von der Scheibe. Nach dem einen oder anderen Durchlauf kann man „Fires of Babylon“ aber sicher etwas abgewinnen, auch wenn das Album bestimmt nicht zum Überflieger des Jahres werden wird.
Fazit: Ein gewagtes Projekt, das den hohen Erwartungen leider nicht gerecht werden kann. Trotz einiger guter Tracks – Rob Rock war schon viel stärker!
Lineup:
vocals - Rob Rock
bass - Kelly Conlon
guitars - Lou St. Paul
drums - Bob Falzano
Tracklist:
Lineup:
1. Falling To Pieces
2. Devilution
3. When The Kingdom Comes
4. Lake Of Fire
5. Holy Resurrection
6. Going Through Changes
7. Lazarus Rising
8. Revolution Coming
9. Generation Of Destruction
10. Castles Are Burning
5.5 Punkte von Shylock (am 18.04.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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