Liquido (Deutschland) "Zoomcraft" CD
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Ich hab wohl meine Klappe etwas weit aufgerissen, als ich zu unserem Chefredakteur sagte, dass er mir ruhig die modernen Sachen geben kann, welche sonst keiner haben will…
Spätestens als ich mir, mit kritischen Blick, die neuste Scheibe der Heidelberger Elektrorocker „Liquido“ anhörte wusste ich, warum das keiner haben wollte.
Die erste Frage die ich mir stelle war: „Was zum Henker hat solch eine CD bei Metalglory verloren?!“ und die zweite Frage war: „Warum zum Geier sind die bei Nuclear Blast unter Vertrag?“
Über Liquido selbst brauch ich wahrscheinlich kaum große Worte verlieren. Jeder der auch nur ab und an mal Radio gehört hat wird ihren Überhit „Narcotic“ kennen, mit dem sie eine ganze Palette an Preisen gewonnen haben. Ordinary Life, Stop the Rock und Doubledecker sind weitere bekannte Hits von ihnen. Trotzdem konnte kein folgendes Album an ihren Erfolg anknüpfen. Zoomcraft, der mittlerweile 6. Output der Band, kann daran leider nichts ändern.
Liquido selbst sind eine wirklich außergewöhnliche Band. Den Musikstil auf Zoomcraft würde ich als „trancigen Poprock mit Crossovereinflüssen bezeichnen“. Ich weiß, dass dies eine eher schwamige Definition ist aber ich denke sie trifft zu.
Das Album selber ist leider nicht gerade das Gelbe vom Ei. Der grossteil der Songs ist einfach Schrott und wird Trancern zu rockig und Rockern zu Elektropoppig sein. Ich hab keine Ahnung wer eigentlich genau die Zielgruppe von Zoomcraft ist...
Die Songs selbst sprechen mich größtenteils überhaupt nicht an. Der erste Song „Drop your pants“ ist noch ganz gut und vor allem auch super tanzbar, was ihn für diverse Partys interessant macht. Die Singleauskopplung „Gameboy“ hat eine wirklich geniale Melodie, welche dann leider vom grottigen Gesang zerstört wird. Schade!
Die wirklich starke Seite der Scheibe zeigt sich in den Songs „We are them“ & „Best strategy“ wo die Band auf einmal ihre Emo-Pop/Punk Seite alla „Angels & Airwaves“ zeigt. Das steht der Band gar nicht mal schlecht und überraschte mich, welcher glaubte dass die Band ihre rockige Seite völlig verloren hätte.
Leider können diese 4 Songs die Scheibe auch nicht mehr retten. 4 gute Lieder bei 17 Songs ist wirklich zu wenig. Immerhin ist die Produktion gelungen.
Trotzdem nur 3 Punkte…
Lineup
• Gesang, Gitarre, Keyboard - Wolfgang Schrödl
• Gitarre, Gesang - Tim Eiermann
• Bass - Stefan Schulte-Holthaus
• Schlagzeug, Programming - Wolle Maier
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Zoomlevel 1.0: Acting Large
2. Drop Your Pants
3. A One Song Band
4. 2 Square Meters
5. Pop The Bottle
6. Beyond The Turmoil
7. On A Mission
8. Zoomlevel 2.0: Flying High
9. Hypocrite
10. Way To Mars
11. Gameboy
12. Mercury
13. Zoomlevel 3.0: The Afterglow
14. We Are Them
15. Best Strategy
16. Easy
17. Agree To Stay
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3.0 Punkte von Lavalampe (am 29.04.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Thrash, Rock aller Epochen, Deathmetal, Pagan und Mittelalterrock sowie Posthardcore und Metalcore
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