Im Leben eines Musikfreundes gibt es immer wieder Bands, die einen im Laufe der Jahre einfach nicht loslassen wollen. Def Leppard sind für mich eine dieser Bands, seitdem ich sie ca. 1979 als eine der führenden Bands der damals frischen und lebendigen New Wave Of British Heavy Metal für mich entdeckt habe. Im Laufe der Jahre wurde die Band von einigen Schicksalsschlägen immer wieder zurück geworfen, rappelte sich aber jedes Mal wieder auf, um gestärkt zurückzukommen. Zwischen den einzelnen Veröffentlichungen lagen viele Jahre, die so manch andere Band das Leben gekostet hätten, aber nicht Def Leppard. Nicht umsonst sprach man vom Def Leppard Syndrom, wenn es darum ging, dass eine Band extrem lange für ein Nachfolge-Album benötigte. Trotzdem oder vielleicht auch deswegen, gehört die Band noch immer zu den erfolgreichsten der Musikgeschichte. Zudem haben sie, wie sonst nur ganz wenige Künstler (u.a. Led Zeppelin, Pink Floyd, U2 und The Eagles) zwei Diamond-Awards verliehen bekommen, welche erst bei einer Verkaufszahl von zehn Millionen Alben verliehen werden. Die „Sheffield Five“ haben nun mit „Songs From The Sparkle Lounge“ ihr erstes Album, mal abgesehen von dem Cover-Album „Yeah!“ aus 2006, seit dem 2002 erschienen „X“ vorgelegt. War auf „X“ schon eine Rückbesinnung auf alte Tugenden erkennbar, auch wenn es mehr ein Bryan Adams-Album war, so findet sich dieser Faden auf „Songs...“ wieder. Zwar sind die Zeiten des rauen und energiegeladenen Hardrocks dahin, aber im Laufe der Jahre haben sie ja ohnehin ihren ganz eigenen Sound geschaffen und den haben sie hier erneut zu Grunde gelegt, wie der Opener „Go“ und das folgende „Nine Lives“, bei dem sich Country-Star Tim McGraw kaum hörbar stimmlich ein Duett mit Joe liefert, bewiesen. Aber auch die Vorliebe für ihre Vorbilder wie T. Rex und Sweet schimmern immer mal wieder kurz durch und manches Mal meint man, dass diese Songs noch Überbleibsel der „Yeah!“-Phase sind. Eine ziemlich beeindruckende Leistung hat Sänger Joe Elliott in der gefühlvollen Ballade „Love“ abgeliefert, hat er doch schon lange nicht mehr so ergreifend einen Song intoniert. Aber nicht alles ist Gold was glänzt und so bleibt leider auch der ein oder andere Durchhänger als Eindruck zurück. Ein erwachsenes Album haben sie damit geschaffen, welches die Band zwar auf jeden Fall wieder auf dem rechten Pfad erkennen lässt, aber immer noch mal wieder weichen sie in andere Richtungen ab.
Fazit: Der Weg ist das Ziel?
Tracklist:
Lineup:
1. Go
2. Nine Lives
3. C’mon C’mon
4. Love
5. Tomorrow
6. Criuse Control
7. Hallucinate
8. Only The Good Die Young
9. Bad Actress
10. Come Undone
11. Gotta Let It Go
7.0 Punkte von Christoph (am 19.05.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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