Der schmucke ehemalige Hammerfall Bassist Magnus Rosen, Traum aller weiblichen True Metal Fans, ist nach seinem Abgang bei den schwedischen Hammerschwingern in kürzester Zeit mit neuer Band aus der Versenkung aufgetaucht. Markantester Mitstreiter ist sicher Nils K. Rue von Pagans Mind, dessen edles Organ heftige Akzente auf „New Universal Order“ setzen kann. Mit Andy La Roque ist dann auch der Posten an der einen Gitarre prominent besetzt.
Musikalisch kann ich mit dem Album nicht besonders viel anfangen. Der fett groovende Opener „Cyberchrist“ kommt noch ganz gut. Allerdings nerven schnell die vielen Soundspielereien. So etwas macht mir einfach keinen Spaß. X-World/5 sind nicht die erste Band, die es mit einem spacigen / futuristischen Sound und textlichem Konzept versucht. Aufgrund der musikalischen Qualität der einzelnen Akteure ist ihr Ansatz besser als die meisten anderen, kann aber dennoch nicht überzeugen. Ich weiß nicht, warum man neben Bass, Gitarre, Schlagzeug und Gesang noch dieses ganze Gefiepe, Gequietsche, Gesurre, Geknarze und Geschepper in den Songs benötigt. Und ich hasse verzerrten Gesang. Mir ist absolut nicht klar, warum man eine Klassestimme wie diese durch billige Effekte jagen muss. Meines Erachtens kann Power Metal in einem derartigen Soundgewand nicht funktionieren. Wer es versucht, kreiert einen Bastard aus traditionellen und modernen Versatzstücken, der hoffnungslos im Niemandsland zwischen den Fronten hin und her stolpert. Ich zumindest habe keine Ahnung, wer sich für solche Musik interessieren soll. Mit Chaostiraden wie „Charge To War“ oder „Crooked Cross“ kann man im Old School Lager jedenfalls nicht punkten. Industrial und Alternative Fans fallen bei Stücken wie „Man Machine“ oder „New Eden“ dagegen sicher die Rastas aus den Locken. Und mit einem zusammengestückelten Track wie „Argonaut“ kann man schließlich beide Lager zum Teufel jagen. Ich will mal ehrlich sein: Mir hat auf „New Universal Order“ kaum eine Note gefallen. Und Science Fiction / Futurismusgehabe ist absolut nicht mein Fall. Die vergebenen Punkte gibt es für die Fähigkeiten der Musiker, den Anspruch des Gesamtkunstwerkes, das starke Eröffnungsduo „Cyberchrist“ und „Man Machine“ sowie das spacige „Lunar Voyage“, das sich so gerade eben ertragen lässt.
Tracklist:
Lineup:
1. CyberChrist
2. Man Machine
3. Charge To War
4. Stand Up
5. A Cryptic Message
6. Crooked Cross
7. Lunar Voyage
8. Argonaut
9. New Eden
4.5 Punkte von Christian (am 19.05.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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