Galskap (Deutschland) "Manifest der Verdammnis" CD
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So oft auch Uneinigkeit bei den deutschsprachigen Metal-Onlinemags herrschen mag: Im Falle von Galskap haben wir es mit seltener Eintracht zu tun. Die Bremer Black Metaller veröffentlichen mit „Manifest der Verdammnis“ ihr in Eigenregie veröffentlichtes Debut, und das mit dem schlichtweg grausigsten und unerträglichsten Gesang, der mir seit langer Zeit auf einer Black Metal-Platte untergekommen ist.
Doch wie bewertet man nun ein Werk wie das vorliegende, das es dem Hörer aufgrund der unterirdischen Vokaldarbietung schier unmöglich macht, den Taten konzentriert zu lauschen? Es von vornherein zu verdammen würde zumindest der Musik nicht gerecht werden, denn jene erweist sich als durchaus anständiger, zorniger Sturm mit Einflüssen von Endstille und Satyricon. Nicht originell, aber durchaus hörenswert. Der dreckige Groove zu Beginn von „Macht und Rebell“ (heißer Anwärter auf den Preis für die dümmste Lyrik des Jahres), das kompromisslos-nordische Gebretter in „Sodom und Gomorrha“ oder das dem zu gekünstelten, da gesprochenen, Intro folgende, zünftig klirrende „Blinder Instinkt“ beweisen mehr als nur ein musikalisches Grundverständis auf schwarzmetallener Ebene.
Wie sehr die tonale Front jedoch unter dem garstigen Krakeelen des „Sängers“ Grimmschlag zu leiden hat, ist in etwa mit einer S-Bahnfahrt zu vergleichen, die man in ein Buch vertieft verbringt, bis sich aus viel zu lauten Handys viel zu schlechte Musik in das Bewusstsein drängt. Man kann es nicht ignorieren – die Konzentration ist dahin. Selten gingen Vokalisten derart gefühllos zu Werke, selten ging einem Black Metal-Sänger jegliches Rhythmusgefühl so konstant flöten wie dem Herrn Grimmschlag. Doch für eines ist Galskap immerhin gut: Die Norddeutschen veranschaulichen eindrucksvoll, welch wichtige Rolle der Gesang im Black Metal einnimmt. Mit anständigem Gefauche nämlich würde Galskap eine klare Weiterempfehlung von mir an die Brust geheftet bekommen. Auch, wenn das Grundriff von „…vom Pestwinde verweht“ ganz frech bei den finnischen Folk-Schamanen Tenhi geklaut ist.
So bleibt ein blasses Album, das sich musikalisch bei einer 6, gesanglich (und auch aus textlicher Sicht) aber bei einer glatten 0 befindet.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Blinder Instinkt
2. Macht und Rebell
3. Entstörung
4. ...vom Pestwinde verweht
5. Torrent of Hatred
6. Kollisionskurs
7. Terrornova
8. Sodom und Gomorrha
9. Fegefeuer
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3.0 Punkte von Björn Springorum (am 09.07.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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[ Seit dem 09.07.08 wurde der Artikel 3595 mal gelesen ]
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