Wer von dieser Band noch nichts gehört hat und wem der Name AC/DC kein Begriff ist, der ist entweder blind, taub oder noch seeeehr jung. Um es kurz zu machen: Diese Band kommt aus Australien, hat hiermit ihr 15. Studioalbum in die Läden geworfen und ist zu lebzeiten schon EINE LEGENDE! Punkt!
Nun zur Platte: "Rock'n'Roll Train" sollte der ein oder andere ja schon aus dem Netz oder von der Singleauskopplung kennen. Der Song ist ein typischer AC/DC Track ohne wirklich spektakuläre Höhen oder Tiefen. Sollte aber eigentlich jedem Freund der Band auf Anhieb gefallen. "Skies On Fire" ist auch einer dieser typischen Songs, allerdings eher im groovigen Midtempo angesiedelt, wo sich der nächste Track "Big Jack" schon etwas flotter und eingänglicher gibt. Bei diesem Song ist wieder gutes "Angus-Young-zieht-sich-aus"-Potential gegeben, da dem Bass hier sehr viel Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. "Anything Goes" klingt überhaupt nicht nach AC/DC sondern nach einigen anderen Bands aus den 70ern und 80ern, wer den Song hört, wird genau wissen, was ich damit andeuten möchte. Nun kommt eins der ersten großen Highlights der Scheibe: "War Machine". Der Track benimmt sich genauso wie er heißt; beginnend mit einem bassigen Intro und fies klingenden gedämpften Gitarren nimmt er zum Refrain etwas an Geschwindigkeit auf und auch das "bellen" von Malcolm gibt noch etwas an härte mit rein. Geiler Song! "Smash'n'Grab" nimmt wieder etwas an Tempo ab, hat dafür aber hohen Mitsing-Charakter. "Spoiling For The Fight" ist wieder ein extrem typischer Song der Band, lässt daher die alten Fans aufhorchen, bringt allerdings auch nicht viel neues mit. "Wheels" beginnt etwas schwach, kommt dann aber langsam in Fahrt und lädt quietschend in den Refrain ein. "Decibel" hat wieder einige schwache Momente, ist aber ansonsten genauso solide wie alle vorhergehenden Tracks. "Stormy May Day" geht ab wie ein Zäpfchen. Dass AC/DC nach all den Jahren noch etwas auspacken können, was viele überraschen wird, zeigen sie mit dieser Southern-Rock-Slide-artigen Nummer. Auch der Gesang ist besonders interessant und als sehr stark einzuordnen, weil auch der gute Herr Johnson einiges von seinem Können mit reinbringt. "She Likes Rock'N'Roll" ist wieder etwas erfrischender und fröhlicher, wie man es von den Jungs gewohnt ist, wobei "Money Made" dann wieder einen typischen Charakter des Blues-Rock mit reinbringt. Mittlerweile müsste jeder Höhrer einige Parallelen zu vorhergegangenen AC/DC Alben gezogen haben, jedoch lässt sich dieser Track meiner Meinung nach in kein bisheriges Album einordnen. "Rock'n'Roll Dream" bringt Balladenfeeling auf und bringt Harmonien in bisher noch nicht häufig vogekommenen Varianten auf den Plattenteller. Johnson SINGT hoch anstatt zu quietschen, allerdings ohne die typischen Stimmmerkmaler aufzugeben. Plötzlich knallt es und man bekommt wieder klassische AC/DC kost. "Rockin All The Way" ist ein typischer Bluesrock Song der Band, doch nun kommen wir zum Highlight der Scheibe... der Titeltrack. Oft tun sich Bands an genau dieser Tatsache schwer und legen schlechte Namensgeber auf den Tisch. Hier allerdings braucht man eigentlich fast schon keine Worte mehr verlieren. Hätte das Album bis jetzt noch nicht die volle Punktzahl bekommen, so wäre es spätestens jetzt sowieso der Fall, wobei der Track "Black Ice" fast schon in einer eigenen Liga mit eigener Wertung spielt. Gitarrenvirtuose Angus Young zaubert zusammen mit Malcom hier so das ein oder andere Riff-Schätzchen aus dem Instrumentenkoffer. Ein Hit!
Fazit: Uhhhhh, Black Ice !
Anspieltipps: War Machine, Stormy May Day, Black Ice
Tracklist:
Lineup:
1. Rock 'n' Roll Train
2. Skies On Fire
3. Big Jack
4. Anything Goes
5. War Machine
6. Smash 'n' Grab
7. Spoilin' For A Fight
8. Wheels
9. Decibel
10. Stormy May Day
11. She Likes Rock 'n' Roll
12. Money Made
13. Rock 'n' Roll Dream
14. Rocking All The Way
15. Black Ice