Die Jungs von Wizard schwingen ihre Zauberstäbe nun auch schon zum achten Mal. Und wir, die ehrfurchtsvoll lauschende Fangemeinde, bekommen das, was wir von einem Wizard Album erwarten: echten, unverfälschten Heavy Metal mit typisch deutschem., etwas übertriebenen Pathos. Thor The Powerhead ist es diesmal, der sich durch das Album schwingt, welchem demnach mal wieder ein Konzept zu Grunde liegt. Der Donnergott ist in jedem Fall ein würdiger Pate für das zwanzigjährige Bandjubiläum. Na ja, vor ein paar Jahren hat man schließlich auch Papa Odin verwurstet. Warum also nicht? Gefällt mir allemal besser als das im Nachhinein doch etwas abgespacet wirkende Konzept des Vorgängerwerkes. Breaking News: Gitarrist Michael Maaß ist wieder dabei und bildet nun mit Dano Boland eine Doppelaxt. Für einen amtlichen Sound sorgen die Herren Andy Horn (Produktion) und Achim Köhler (Mix und Mastering). Die haben lediglich bei den sterilen und etwas kitschigen Chören etwas daneben gegriffen, aber das kennt man ja in dieser Schublade.
Musikalisch bekommen wir von Wizard Metal in Reinkultur gereicht. Die Band zehrt von ihrer reichhaltigen Erfahrung und bietet True Metal auf allerhöchstem Niveau. Riffs, Beats und Melodien sitzen einhundertprozentig. Wer auf klassischen Teutonen Metal steht und in den nächsten vier Wochen nur Kohle für genau eine CD hat, sollte sie in „Thor“ investieren, falls er die neue Grave Digger schon hat. Hier macht man nichts verkehrt. Nicht jeder Song ist ein Treffer, und manchmal ödet der ein oder andere recht plakativ inszenierte Refrain ein wenig an. Aber Tracks wie das grandiose „Serpents Venom“ sind erstklassige metallische Kunst, die genau in die Magengrube geht und live die Bretter zum Brodeln bringen wird. Kolossale Energie dominiert den unbändigen Opener „Utgard (False Games)“ oder Nummern wie „Ressurection“, „Asgard“ und „Lightning“ – letzteres ist mir allerdings zu albern. Songs wie „What would you do“ oder „Stolen Hammer“ sind keine Großtaten, doch lediglich „Midgrads Guardian“ rauscht recht belanglos an mir vorbei. Als Highlights lassen sich noch das mitreißende „Utgard (The Beginning)“ und der selbstbewusste Rausschmeißer „Pounding In The Night“ verbuchen. Die Hymne des Albums ist jedoch zweifelsohne „The Visitor“, das die Legion of Doom die nächste Zeit vor sich her gröhlen wird.
Wizard erinnern mich auf „Thor“ teilweise an ganz frühe Blind Guardian – natürlich weitaus weniger verspielt. Die Hitdichte ist groß genug, um Euch das Album allerwärmstens ans Herz zu legen. Die Trademarks der Jungs sind in jedem Fall erhalten geblieben und hier und da noch veredelt worden. Dieser Silberling sorgt für schönen truemetallischen Lärm. Vielen Dank dafür.
Tracklist:
Lineup:
1. Utgard (False games)
2. Midgards guardian
3. Asgard
4. Serpents Venom
5. Ressurection
6. The Visitor
7. What Would You Do
8. Utgard (The Beginning)
9. Stolen Hammer
10. Lightning
11. Pounding In The Night
musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
X Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
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