Gegründet schon in 2000, gab es gleich einige Monate darauf das erste Demo ’Last step line’. Der nächste Schlag kam 2002 mit dem zweiten Demo ’Nimbus’. Dann wurde es veröffentlichungsmäßig ruhig um CENTAURUS-A. Aber 2007 enterten sie die Hansen-Studios und ließen sich Zeit. Jetzt im März ist es soweit, das Debut-Album ’Side effects expected’ kommt in die Läden.
Trotz dass der Großteil Deutschlands im Old School Fieber schwebt, egal ob es sich nun um Thrash Metal oder Death Metal handelt, hämmern CENTAURUS-A knackig modernen Death Metal unter’s Volk.
Aber nicht der Marke Metalcore meets Death Metal meets Schweden Melodien.
Diese Kerbe wird nicht bedient. Hier wird ein ’richtiges’ Death Metal Brett gefahren, der Marke Immolation meets Aborted, und dazu gesellen sich leicht jazzige Einflüsse bei den Soli.
CENTAURUS-A sind aber nicht nur für Technik-Freaks interessant. Bei all den Blastbeats, Breaks und Soli, wird der Groove aber mindestens genauso groß geschrieben.
Der Opener ’The praying mantis’ ist etwas vertrackt, bleibt dadurch nicht gleich im Ohr hängen. Gefolgt von ’Narcotic’, das mit einigen Jazz beeinflußten Parts aufwartet, und mit ’Drop off’ gibt es einen Nackenbrecher mit vielen Breaks.
Also wahrlich kein leichter Einstieg in ein Album, wenn man mich fragt. Aber dann packt man die Groovekeule aus und hält sich elegant die Waage zwischen vertrackt/gefrickel/blast und groove/bang/mosh Parts.
Die klare Produktion trägt auch ihr Schäufelchen dazu bei, dass die filigranen Parts nicht in den gewaltigen Death Metal Geschossen untergehn. Hier und da (z.B. Morning tremble) kommt man mit richtig catchy Melodien und Riffs daher, aber bei aller Ausgewogenheit und technischer Perfektion, sind mir persönlich die meisten Tracks dennoch zu vertrackt.
Fazit: Ein sehr gutes Death Metal, das einem anständig die Gehörgänge durchpustet und der technische Aspekt niemals sein nachsehn hat. Für eingeschworene Groove-Fetischisten, bei denen kaum was anderes als Six Feet Under, Jungle Rot oder ähnlichs am Plattenteller kreist, ist CENTAURUS-A sicherlich ein schwer verdaulicher Brocken.
Dennoch: Hört euch in ’Side effects expected’ rein, es lohnt sich definitv!
Anspieltipps: Dripping red canvas, Narcotic, Morning tremble
Tracklist:
Lineup:
01 – The praying mantis
02 – Narcotic
03 – Drop off
04 – Morning tremble
05 – The ease
06 – Incident / Accident
07 – Arson
08 – Dripping red canvas
09 – Selfmade cage
10 – Resistance ain’t futile
7.0 Punkte von Meaningless (am 04.03.2009)
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
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