Nihilo ist eine Schweizer Death Metal Band, welche seit 2003 zusammen musizieren und in den letzten 3 Jahren schon diverse Clubs beackert und gemeinsam mit Bands wie Eluveitie, Sabaton, Blasphemer oder Exhumer (um nur einige zu nennen)„in Trümmer“ gelegt haben. Vom Stalker Magazine werden Nihilo als „das Beste was die Schweiz an Death Metal Nachwuchs zu bieten hat“ angepriesen. So war ich natürlich gespannt was mich hier erwartet. Und schon nach einmaligem hören von „Nyktophobia“ war ich geneigt dazu, zu sagen „die Leute vom Stalker Mag. könnten recht haben“.
Das Ganze beginnt mit einem kurzen „Intro“, welches auch eine Szene in einem Science Fiction Film untermalen könnte, also dementsprechend Atmosphäre aufbaut. Und wenn du gerade nicht damit rechnest, reist dich nach einer guten Minute „Meating“ sofort aus dem Sessel und zeigt dir wo der Hammer hängt. Kräftige Death Metal Growls werden von fetten Riffs und einer schnell (leider etwas scheppernden) feuerende Schießbude begleitet. „Faith Lords Of Chaos“ macht dann da weiter wo der Vorgänger aufhört und macht ebenfalls keine Gefangenen. „Pt.I Luna“ beginnt dann ruhig und bricht dann langsam aber bestimmt durch die Boxen und bietet einen ziemlich doomigen Touch, bei diesem Song weis der Gesang von Ragulan besonders zu überzeugen. Gegen Ende würde ich dem Song sogar noch progressive Charakter bescheinigen. „Pt.II Sol“ hat zu Beginn auch wieder diesen Doom Touch, wird dann aber deutlich schneller und lässt die Flizefinger Nils und Nicola kräftig an den Hälsen ihrer Gitarren arbeiten. „Once Upon A Time On A Frozen Lake“ ist dann ein Song dem wohl die Bezeichnung Death/Thrash gut zu Gesicht stehen würde. Auch einen Hauch Black Metal kann man hier verspüren.
Auf der EP befinden sich auch noch zwei Live Videos von Luna und Meating, welche von recht guter Qualität sind. Fazit: Nihilo geben ein wirklich guten Einstand in die Death Metal Szene und die EP mach echt Appetit auf mehr. Die Fünf Schweizer vereinen auf ihren 6 Stücken klassischen Death Metal mit Elementen aus Heavy, Thrash und Progressive, aber auch Rock Groove ist zu verspüren. Ein gewisser Grad an Melodie fehlt hier auch nicht, dennoch bleibt alles weitestgehend dem Death Metal zuzuordnen. Die Jungs haben mit diesem Mix aus den verschiedensten Stilen einen ziemlich eigenständigen Sound entwickelt, welcher einem zwar immer mal wieder bekannt vorkommt, aber nicht als Kopie irgendeiner anderen Band angesehen werden kann. Die Solis, welche immer wieder auftauchen, sind mit für die Abwechslung der Stücke verantwortlich und wissen zu gefallen. Wobei die Songs ohnehin ziemlich variabel arrangiert sind. Da ich den Schweizer Nachwuchs nicht so gut kenne, wie vielleicht das Stalker Magazine, mag die Aussage von oben weder bestätigen noch anzuzweifeln, allerdings muss ich sagen das Nihilo zu den Besten „Neulingen“ im Death Metal gehören die ich seit langem gehört habe. Da das Ganze in Eigenproduktion entstanden ist, kann man über die kleinen Mankos etwas hinwegsehen, Meister fallen nun mal nicht einfach so vom Himmel sonder müssen ihr Handwerk auch lernen. Auf alle Fälle sehr ausbaufähig. 7,5/10 Punkte
Anspieltipp: alles anhören
Band Website: http://www.myspace.com/nihilometal , http://www.nihilo.ch
Diskografie:
Niktophobia EP 2008
Line-Up:
Nils - rythm guitar
Nicola - lead guitar
Adrian - bass
Michael - drums
Ragulan – vocals
Tracklist:
Lineup:
01. Intro
02. Meating
03. Faith Lords Of Chaos
04. Pt.I: Luna
05. Pt.II: Sol
06. Once Upon A Time On A Frozen Lake
Plus Bonus Videos: Luna und Meating, Live at Break The Silence Sumiswald
7.5 Punkte von gelal (am 16.03.2009)
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