Nun sind schon zwanzig Jahre vergangen seit DEAD HEAD aus Holland das Licht der Welt erblickten. Unter die besonders Eifrigen fallen sie bestimmt nicht, mit gerade mal fünf Alben, wobei ’Depression tank’ das neue Lebenszeichen markiert.
Wenn ich mich recht entsinne, haben sie sich eigentlich zwischenzeitlich aufgelöst und erst vor Jahren wieder zu einander gefunden.
Also von dem her..., naja, lassen wir es einfach mal bei zwanzig Jahren stehen.
Warum auf der offiziellen Homepage das Debutalbum ’The feast begins at dawn’ nicht mal angeführt wird, ist mir allerdings ein Rätsel.
Was geboten wird, ist nach wie vor 100% reinrassiger Thrash Metal der europäischen Schule.
So pfeilschnell das Teil auch nach vorne prescht, so zerfahren tönt es auch streckenweise aus den Boxen (z.B. Green Angel).
Hier gibt es immer auf die Zwölf, nur leider treffen sie nur selten das Schwarze damit.
Die Drums ballern ordentlich, die Riffs sind Holzfäller-artig unterwegs und zerschnetzeln einfach alles. Was allerdings fehlt, ist irgendwie der sprichwörtliche rote Faden.
Das Album klingt als Ganzes durchaus schlüssig, es gibt keinen Track, der irgendwie nicht in das Konzept passen würde. Dennoch fehlt es ein wenig an der Eingängigkeit.
Einen kleinen Tick moderner als Deathchain und Hypnosia, aber ungefähr in diese Richtung schlagen die Jungs anno 2009. Ich bin generell kein großer Soli-Fan. Dennoch gibt es hin und wieder Bands, die sogar mich damit überzeugen können, DEAD HEAD gehören leider nicht dazu.
Neuer Mann am Mikro ist Ralph de Boer. Auch wenn er nicht von Anfang an überzeugen konnte, so nimmt die Sympathie für die Vocals mit jedem Durchlauf zu.
Es gibt durchaus gute Ansätze, aber irgendwie fehlt den Jungs neunzehn Jahre nach der Veröffentlichung des Debutalbums immer noch der letzte Funken, um einzuschlagen wie eine Bombe.
Für all diejenigen, die DEAD HEAD immer die Stange gehalten haben und für alle reinen Thrash Metal Puristen sicherlich interessant. Allen anderen würde ich auf jeden Fall empfehlen, lieber erst mal ein Ohr auf Myspace oder sonstwo zu riskieren.
Tracklist:
Lineup:
01 – Dissolved in purity
02 – Green angel
03 – Cryptocynic
04 – The swing
05 – Daemonique
06 – Firegate
07 – Less than zero
08 – Hateland
09 – Nero dies
10 – Murder
11 – Pesticide
musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
X Aktuelle Top6
1. Buckcherry "Confessions"
2. Deez Nuts "Bout it"
3. Mortillery "Origin of extinction"
4. Mammoth Mammoth "III: Hells likely"
5. Six Feet Under "Undead"
6. Acid Witch "Witchtanic hallucinations"
X Alltime-Klassix Top6
1. Iron Maiden "Alles"
2. Bolt Thrower "The IV crusade"
3. Dismember "Like an everflowing stream"
4. Carnage "Dark recollections"
5. Grave "Into the grave"
6. Unleashed "Shadows in the deep"
[ Seit dem 22.04.09 wurde der Artikel 2859 mal gelesen ]