Was ist das denn ?
Industrial Metal mit Grind-Einlagen ? ... Verrückte New-Age-Künstler aus Bologna auf Speed ? ... oder einfach mal was Neues, so noch nie Dagewesenes ?
Einigen wir uns auf letztere vorläufige Definition. ILLOGO aus Italien zelebrieren auf ihrer leider nur viertelstündigen Mini-Promo-CD nämlich einen bunten Mix aus so noch nie gehörten Klängen aus den Bereichen Death Metal, Grindcore, Rock, Industrial und Elektronik.
Da wird zuerst heftig gegrindet, daß der Putz bröckelt, dann bröseln messerscharfe Industrial-Samples aus den Boxen und einen Augenblick später ist elektronisch-fernöstliche Meditation angesagt, die dann wieder durch plötzliche emotionale Grind-Schrei-Attacken unterbrochen wird.
Manch einer wird diese Scheibe sofort kopfschüttelnd in die Ecke pfeffern, aber das wäre ein großer Fehler, denn MICH haben diese gut 15 Minuten gänzlich andersartiger Musik ziemlich in ihren Bann gezogen, um nicht zu sagen, hypnotisiert.
So ist auf Stück zwei, von elektronischen Klängen untermalt, der tiefe basswummernde Herzschlag eines Blauwals oder so zu vernehmen, wie ich ihn so ähnlich auf dem besten Album der deutschen Elektronik-Hardrockformation JANE, „Between Heaven And Hell“, gehört habe.
Die Stücke sind allesamt kraß, sehr heftig und mit nichts zu vergleichen, was ich je gehört habe. In die grobe Richtung kommt man, wenn man an das geniale Album „Way Of The Dead“ der Chicagoer Jazz-Metal-Band YAKUZA denkt, aber das ist nur ein Anhaltspunkt.
Irgendwie habe ich Blut geleckt und werde mich um den Backkatalog von ILLOGO kümmern bzw. ein vollständiges Album abwarten.
Starke Leistung !!! 8,5 Punkte.
... und irgendwie kommt mir das Baby auf dem fotokopierten SW-Cover der Promo-CD auch bekannt vor.