Wo Leander Haussmann draufsteht, ist auch ein Leander Haussmann-Film drin!
Soll heißen, wer Filme wie u.a. „Herr Lehmann“, „Sonnenalle“ mochte, wird bei „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ ebenfalls seine große Freude haben. Also Pflichtkauf für die Fans des Genres. Punkt aus!
Ich mag es, wenn ein Review so verkürzt verfasst werden kann. Es ist eben alles gesagt, der Anfangssatz bringt es auf den Punkt. Dieser Satz trifft nun mal für diesen Film, der kürzlich als DVD erschienen ist, von Leander Haussmann vollkommen zu. Es ist eben pure Unterhaltung voller Romantik, Mode, Musik und vor allen Dingen Humor (keine Sorge, nicht die platte Freitagabend-Comedyart!). „Robert Zimmermann…“ ist daher nicht ganz mit dem Vorgänger „NVA“ vergleichbar, eher als eine Mischung aus „Sonnenallee“, „Männerpension“ und „Herr Lehmann“ zu betrachten. Auch wenn diesmal der Ort des Geschehens Hamburg ist. Wenn man überhaupt schon wirklich Vergleiche ziehen sollte, da es sich hier um die gleichnamige Romanverfilmung von Gernot Gricksch handelt.
Der Film überzeugt durch viele besondere Kameraführungen als auch die typischen und dabei eben nicht platten Humorszenen. Das fast normale Leben sozusagen. Doch allein der Soundtrack (Musik von Element of Crime) sorgt für den besonderen Effekt. Schon bei der Anfangsszene des Films wird klar, dass es sich hier um einen Leander Haussmann-Film handelt. Es überrascht mich nun wirklich nicht, dass auch dieser Haussmann-Film einige an Auszeichnungen und Nominierungen erhalten hat, u.a. gab es auch die Nominierung der besten Musik beim Deutschen Filmpreis.
Was mir allerdings nicht einleuchtet, ist die Tatsache, dass der Film ab 12 Jahren freigegeben ist. Wohl nicht aufgrund der paar Szenen des Egoshooter-Spiels, welches im Film durch die Hauptfigur Robert mitentwickelt wird?!:-)
Die DVD bietet reichlich (etwas über 90 Minuten!) an Bonusmaterial! Man kennt sie ja, Making Of, Audiokommentare, Interviews, Trailer, nicht verwendete Szenen und hier noch besonders ein Regieseminar mit Leander und einen kurzen Videoclip, bei dem Detlef D! Soost den Hauptdarsteller Tobias Schilling zur Sau macht. Eine rundum unterhaltsame Angelegenheit. Zusätzlich zur normalen DVD-Version gibt es eine Sonderedition inkl. dem Soundtrack auf CD.
Fazit: „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ lebt von dem Humor, der Romantik, den Verwicklungen sowie den lebensnahen und daher nachfühlbaren Erlebnissen.
Einfach eine gute Unterhaltung mit dem gewissen „Jo, so ist das bei uns in der Familie auch manchmal“-Faktor. Eben typisch aus dem Leben von Leander Haussmann umgesetzt. Durchaus sehenswert.
Wem das nicht ganz reichen sollte, möchte ich an dieser Stelle etwas zum Inhalt des Films zitieren (Quelle: Pressetext des Vertriebs – siehe Links unten): Robert Zimmermann (Tom Schilling), 26 Jahre, ist Videospieldesigner, jung, trendy, cool. Er hat sein Leben zwischen Familientreffen im gut situierten Elternhaus, den virtuellen Welten seines Berufes und der Beziehung zu seiner Kollegin Lorna (Julia Dietze) bestens im Griff. Als er allerdings zufällig der attraktiven, lebenserfahrenen, deutlich älteren Monika (Maruschka Detmers) gegenübersteht, schlägt die Liebe wie ein Blitz ein und sorgt für Verwirrung. Bei näherem Hinsehen geht es zu Roberts großer Überraschung den Menschen in seiner Umgebung ähnlich: sein Vater (Adam Oest) entdeckt verspätete Jugendlichkeit, seine Mutter (Marlen Diekhoff) poetische Neigungen, seine lesbische Schwester (Annika Kuhl) ihren Kinderwunsch und sein bester Freund Ole (Christian Sengewald) die Tücken der Kontaktanzeigenwelt. Während Robert um Monikas Zuneigung wirbt, öffnet sich mehr und mehr sein Blick für die Vielfalt und Allgegenwart der Wunder, die die Liebe mit sich bringt.
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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