Stellt euch mal vor, man würde die WISE GUYS einladen ein Album mit versierten Studiomusikern und einem begnadeten Songschreiber aufzunehmen ... und alle hätten viel Spaß und das Ergebnis wäre – ganz anders, als alles, was ihr je gehört habt: Abwechslungsreich, intelligent und fernab von allen in die Mainstreamschiene gepferchten Kommerzklängen der Pop- und Rockkultur.
HEARTSCORE (Steht als Pseudonym für ein Projekt, dessen Kopf ein gewisser Dirk Radloff ist, welcher Studiomusiker um sich schart und Alben wie dieses einspielt) sind anders – erfrischend anders, bezeichnen ihr Schaffen als „virtual art-rock“ und das ist erstmal gut so.
„Straight To The Brain“ zündet auf Anhieb, weil die Mischung stimmt – die Mischung aus guten Musikern, deren Qualität weit über jeder Kritik steht, anheimelnden Aus-dem-Bauch-raus-Kompositionen, intelligenten Arrangements und dem gewissen Quentchen Chemie, welches schwer herzuleiten ist, hier aber jedenfalls reichlich vorhanden ist.
Mal erinnern die komplexen Songs an gewisse Bombastrock-Titel aus den 70ern, etwa von Bands wie PASSPORT, YES (‚The Arrow And The Song’ !), WHISHBONE ASH oder GENTLE GIANT, mal hört man bei gewissen A-Capella-Sequenzen tatsächlich die eingangs erwähnten WISE GUYS durch, aber meist sitzt man nur entspannt im Sessel und lauscht einem weiteren genialen Œuvre.
Auch hier entfällt ein Anspieltip, weil diese CD nur am Stück zu konsumieren ist. Also ordert das Teil unter der angegeben Website und lehnt euch genüßlich lauschend für eine knappe Stunde zurück.
Fazit: Eigentlich nichts für Metaller, aber wer neugierig geworden ist bzw. auch mal über seinen Tellerrand schauen kann und mal was anderes hören möchte, MUSS strenggenommen in diese kleine Juwel hineinhören. 8 Punkte.
VÖ: Bereits erschienen
Tracklist:
1. God Lay Dead
2. Log Jihn Brown And Little Mary Bell
3. Anyone Lived In A Pretty How Town
4. Love Is Like Whiskey
5. A Dream Within A Dream
6. The Schoolboy
7. The Tide Rises, The Tide Falls
8. Ballad Of The Gypsy
9. The Arrom And The Song
10. Her Eyes
11. Good-Bye
12. The Day Is Done
Line-Up:
dirk radloff – electric guitar, acoustic guitar, bass, violin, lead vocals, choir
tim warweg – drums
stefan platte – piano, trumpet
8.0 Punkte von WARMASTER (am 27.01.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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