Artillery are Back! – Mit den Dänen meldet sich die nächste Thrash Band aus der Hochzeit der Thrash Bewegung mit „When Death Comes“ lautstark zurück. Nach drei Geniestreichen (Fear of tomorrow, Terror Squad und By Inheritance) in den Achtzigern wurde es Anfang der Neunziger ziemlich Still um das Dänische Quintett. Auflösung war die Folge. Der erste Comebackversuch Anno ’99 scheiterte mit dem B.A.C.K. Release ziemlich unbeachtet. Nach dem erfolgreichen Re-Release der Bandklassiker via Metal Mind Productions folgt nun über eben jenes polnische Label der zweite Comebackversuch.
Bei einer Reunion stellt sich immer wieder die Frage, nach Sinn oder Unsinn des Unterfangens. Dabei rückt natürlich unweigerlich die Frage in den Mittelpunkt, inwieweit alte Line-Up’s wieder reaktiviert werden konnten. Im Falle von Artillery heiß das konkret: Die Stützer Brüder haben es geschafft nahezu das gesamte ’By Inheritance’ Line-Up für die Reunion Nummero zwo zusammen zu trommeln. Lediglich Sänger Flemming Rønsdorf wird nun durch Søren Adamsen, das sei vorweg genommen, mehr als adäquat ersetzt.
Musikalisch gibt es hingegen nicht viel Neues zu vermelden. Man liefert auf „When Death Comes“ 1a Thrashfutter im gewohnten Artillery Stil ab, wobei die typischen Trademarks an allen Ecken und Enden durchklingen; allerdings ohne altbacken oder abgenutzt zu wirken. Schon der Opener und Titeltrack zeigt auf wo es die folgenden 53 Minuten lang geht: Die Stützer Brüder schießen mit technischer Brillanz und hörbarer Spielfreude und Frische eine Riffgranate nach der nächsten geradewegs auf die Zwölf ab, durchweben das losgetretene Thrashgewitter mit eingängigen Melodiepassagen und lassen auch der Rhythmusfraktion Thorslund / Nielsen genügend Freiraum. Die wiederum überzeugen mit treibenden Drumming, stampfenden Mid-Tempo Passagen und jederzeit passend eingeschobenen Breaks und setzen ihrerseits Akzente. „When Death Comes“ mutiert in der Folge zu einem sehr abwechslungsreichen Thrash Album, eingängig aber keinesfalls nur auf simplen 08/15 Arrangements basierend zusammengeschustert. So scheut man sich auch nicht vor kleineren Experimenten wie bei dem genial arrangierten ’Delusions Of Grandeur’ bei dem auf gekonnte Weise pfeilschnelle Thrashriffs mit Akustikgitarren kombiniert werden.
Auch der Gesang von Søren Adamsen macht da keine Ausnahme. Wer sich bis dato weniger an den musikalischen Qualitäten, denn am Gesang von Herrn Rønsdorf gestört hat, dürfte an „When Death Comes“ nun nichts mehr zu meckern haben. Variabel zwischen rauen, aggressiven Thrash-Vocals und melodischem Gesang pendelnd agiert der Herr stets auf der Höhe des Geschehens und drückt Artillery seinen eigenen Stempel auf. Klasse Einstand!
Die Erstauflage von „When Death Comes“ ist neben der normalen Jewel Case Version auch im Digi-Pack mit zwei Bonustracks erhältlich.
Anspieltipps: When Death Comes, Delusions of Grandeur, Uniform, 10.000 Devils
Fazit: Das dänische Artillerieregiment schießt scharf wie zu besten Zeiten! Somit kann man für „When Death Comes“ nur sagen: Kaufpflicht!
Line Up:
Søren Nico Adamsen - Vocals
Michael Stützer - Guitars
Morten Stützer - Guitars
Peter Thorslund - Bass
Carsten Nielsen - Drums
Discography: 1985 - Fear of Tomorrow
1987- Terror Squad
1990 - By Inheritance
1999 - B.A.C.K.
2007 - Through the Years [Box-Set]
2008 - One Foot in the Grave, The Other One in the Trash [DVD]
2009 - One Foot in the Grave, The Other One in the Trash [Live]
2009 – When Death Comes
Tracklist:
Lineup:
1. When Death Comes
2. Upon My Cross I Crawl
3. 10.000 Devils
4. Rise Above It All
5. Sandbox Philosophy
6. Delusions Of Grandeur
7. Not A Nightmare
8. Damned Religion
9. Uniform)
10. The End
8.0 Punkte von Blizzard (am 16.06.2009)
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musikalischer Background des Verfassers NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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