Merauder (USA) "God Is I" CD
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Im Hause MERAUDER gab es in den letzten Jahren einige Schicksalsschläge und Querelen zu meistern: Zum einen drehte sich munter das Besetzungskarussell, zum anderen verstarb 2006 der zum Original-Line-Up gehörende Gitarrist Javier Carpio. Dies alles paralysierte die Band und endgültig vergangen schienen die ruhmreichen Anfangstage inklusive dem wegweisenden Debüt „Master Killer“, bis im Jahre 2008 Sänger Jorge Rosado mit neuen Mitstreitern und neuem Elan die Sache wieder ins Rollen brachte.
Die vielen Jahre bei Century Media gehören ebenfalls der Vergangenheit an und nun ist via Regain Records das neue Werk „God Is I“ erhältlich.
Trotz der vielen Veränderungen stehen MERAUDER nach wie vor für riffbetonte Abrissbirnen. Die New Yorker Schule, welche die Band ebenso geprägt hat wie z. B. Biohazard oder Sick Of It All, ist noch hörbar, wird aber von einer monströsen Metalwalze in den Hintergrund gedrückt. Hier und da tendieren die Songs gar zum Death Metal. So hätte das geniale „Ratcatcher“ auch aus der Feder von Bolt-Thrower stammen können. Der mitunter growlende Gesang zeigt ebenso eine Affinität in diese Richtung.
Im weiteren Verlauf wendet das Quintett stets seine bewährte Rezeptur an: Die vorwiegend im Midtempo gehaltenen Songs basieren auf simplen aber durchschlagenden Riffs und den eindringlichen Growls und Shouts von Jorge.
Demzufolge ist das Album nicht wirklich abwechslungsreich, aber es hinterlässt dennoch einen positiven Eindruck. Es ist kaum zu glauben, mit welch kompromissloser Härte hier zu Werke gegangen wurde. Das neue Line-Up ist hungrig und voller Pep. Man hört, dass die Jungs imstande sind, MERAUDER angemessen weiterzuführen.
Einige Songs wie „Ratcatcher“, „Gangsta“ oder das auf spanisch vorgetragene „Ahora“ ragen wirklich heraus und zeigen allen, wie moderne Brutalität im Schmelztiegel aus Hard- und Metalcore, sowie Death und Thrash zu klingen hat.
Als Schmankerl versuchen sich MERAUDER zum Schluss an dem Hit „See You In Hell“ von den NWOBHM Recken Grim Reaper, drücken dem Song dabei in beeindruckender Weise ihren eigenen Stempel auf und machen ihn so zu einem stimmungsvollen Core-Kracher.
Fazit: Die Begründer der Metalcore-Bewegung sind nach einer Runderneuerung zurück und haben nach wie vor das Potential, viele ähnlich geartete Combos an die Wand zu spielen. Brutal, unbarmherzig und ohne stilistische Abschweifungen sondern mit der musikalischen Brechstange immer geradeaus. 7.5 Punkte von Arne (am 07.08.2009)
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musikalischer Background des Verfassers Anfänge mit 80er Heavy- und 90er Death-Metal, inzwischen findet auch alles jenseits des metallischen Paralleluniversums bei mir Gehör
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