Gut mehr als vier Wochen nach der Veröffentlichung dieses Werkes der Schweden, muss ich nun doch mal dazu meinen Senf (-rein als Fan-) abgeben.
Jonas, Anders & Co. scheinen sich in einer äußerst besinnlichen Zeit zu befinden, die aber auch enorm dunkel, kühl und depressiv aussieht. Das neue Album der Schweden ist um so mehr melancholischer, ruhiger und intensiver ausgefallen, als alles von ihnen bisher Dagewesene. Es ist falsch zu denken, dass sie mit „Night ist the New Day“ heavier zu Werke gehen oder gar alte Sounds verwenden, wenn nicht sogar ganz falsch. Sie versuchen es zwar sich hier und da mal etwas metallischer, rockiger zu geben, aber dann bleibt es eher nur bei dem Versuch und im Endeffekt bleiben nur die seichten, äußerst melancholischen Parts auch wirklich hängen. – Verdammt noch mal, diese Scheibe ist wirklich sehr ruhig, für meine Begriffe auch viel zu ruhig. Selbst die Zunahme an Samples/Keyboards/Pianoklängen trägt dazu deutlich bei, dass es enorm depressiv ausgefallen ist.
Aber nun, es scheint derzeit der gewählte Weg von (hauptsächlich) Jonas zu sein, der wie so oft für die meisten Songs zuständig gewesen ist. Natürlich kann er vor allem aufgrund des Songwritings und eben seiner genialen Stimme überzeugen, keineswegs, zumal die Zusammenarbeit mit Anders ebenfalls klappt – wie immer. Aber irgendwie muss man sich an diese Songs, die nun mal wirklich Tiefe besitzen und das gewisse Etwas doch in sich tragen, erstmal sehr gewöhnen. Eine Art rockige Meditation durchführen, zurücklehnen und zuhören.
Die traurigen Seiten dieser Scheibe sind bloß zwei folgende Sachen und lassen sich so beschreiben: 1. man hat nach mehreren Durchgängen zwar ein zufriedenes Gesicht, aber irgendwie vermisst man dann doch den gewissen Ausbrecher, den heftigen Touch
- und 2. einige der Songs sind zu sehr an Opeth angelehnt. Man könnte wirklich meinen, dass Jonas sich mit Mikael zusammengesetzt hat und sie den einen oder anderen Song produziert haben.
Fazit: Irgendwie schon gelungenes Werk – aber ganz bestimmt nicht das besondere Katatonia-Album. Es ist einfach viel zu ruhig. So genial es auch sein mag ein düster-emotionales Album zu hören, welches eben nicht auf Anhieb gefällt, umso trauriger ist es, dass es eben bloß auf die reine Melancholie aufbaut. Aber nun, Jonas & Co. scheinen sich in diesem derartigen Zustand zu befinden und es ist toll, wenn sie sich so verwirklichen und dies auch noch den Fans auf dieser Weise mitteilen.
„Night Is The New Day” ist als Doppel-LP und Digibook CD Swedish Edition mit mit Bonustrack erschienen. Mehr Infos auf der Band-Miniwebsite.
Tracklist:
Lineup:
01. forsaker
02. the longest year
03. idle blood
04. onward into battle
05. liberation
06. the promise of deceit
07. nephilim
08. new night
09. inheritence
10. day and then the shade
11. departer
12. Ashen (Bonus bei ltd. Edition)
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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5. Testament "Dark Roots Of Earth"
6. Coma "Don't Set Your Dogs on Me"
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2. Mordor "Prayer to..."
3. Vader "alles"
4. Metallica "bis einschl. Justice for all"
5. Nick Cave & the Bad Seeds "alles"
6. Edge of Sanity/Opeth/Katatonia "fast alles"
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