Aus Norwegen stammt das Trio Antares Predator. Bevor jetzt die Recherchen beginnen: Antares ist eins der kleinen Glühwürmchen, die sich zusammengetan haben um fortan unter dem Banner Milchstrasse unseren Nachthimmel zu erhellen. Und von dort kommt dieser musikalische Predator dann wohl auch. Naja, wenn man die Reifezeit des Debüts „Twilight of the Apocalypse“ berücksichtigt, glaub ich das sogar. Denn Antares Predator sind eigentlich schon seit 1994 unterwegs, wenn auch unter dem Namen Wolf 327 und haben einen ziemlich langen Weg ohne Veröffentlichung hinter sich. Dafür hauen die Herrschaften der geneigten Fanwelt jetzt einen musikalischen Brocken um den Latz, der es in sich hat; wenn auch nicht ganz frei von Schwächeanfällen.
Als musikalische Referenzen seien hier mal Keep of Kalessin (Oyvind Winther stand übrigens mal in ihren Diensten), Emperor und Dimmu Borgir genannt wobei man allerdings meilenweit von einer weiteren Kopie genannter entfernt ist und versucht eine eigene Identität zu kreieren. Das klappt auch im Ansatz, nur den im Infoblatt annoncierten Thrash als Einflußgröße hab ich fast vergeblich gesucht. Denn die Songs von Antares Predator fallen zwar recht abwechslungsreich, aber eben auch sehr deutlich vom Black Metal inspiriert in die Gehörgänge ein. Man tritt entweder (wie beim Hit ’Mark 13’) gehörig aufs Gas, oder groovt sich in mit beängstigender Langsamkeit durch die Songs. Breaks, Soli oder Tempowechsel dienen dabei ebenso wie erhabene Melodiebögen oder vereinzelt eingestreute sphärische Keyboardpassagen (Dimmu Borgir sind dann am deutlichsten zu vernehmen) zur Auflockerung des bitterbösen Soundkonstrukts. Die thrashigen Elemente derer sich Antares Predator bedienen sind mehr als ein Stilmittel zu verstehen um einiges an Rohheit in die sonst sehr glatt klingenden Songs zu implementieren.
Das Niveau das Antares Predator beim Songwriting an den Tag legen ist sicherlich sehr gut, kann sich auch mehr als einmal mit oben genannten Referenzen messen, aber überzeugt letztlich doch nicht auf ganzer Linie. Aber bitte nicht falsch verstehen:
Die Herren verstehen ihr Handwerk sicher ausgezeichnet, und können spielerisch vollauf überzeugen, aber bei allen Anlehnungen an Dimmu & Co geht den Songs ein wenig das eigene Gesicht verloren. Dazu beschleicht einen ebenfalls das Gefühl, das man bei einigen Songs zuviel wollte. Hier hat man die Ladekapazität der Soundbasis definitiv überschätzt und driftet in reichlich wirre Strukturen ab. Oder nennt man es doch progressiv??? Wie dem auch sei, „Twilight of the Apocalypse“ ist nicht schlecht bietet aber insbesondere zum Ende der Reise einige kleine Durchhänger die letztlich eine höhere Wertung verhindern.
Anspieltipps: Mark 13, Bbq Epilogue, Wastelands, As Dragons Roam The Sky
Fazit: Zweifellos eine saucoole Scheibe die die Norwerger hier abliefern. „Twilight of the Apocalypse“ kann bei Fans von Dimmu Borgir, Keep of Kalessin oder den letzten Emperor Werken sicher punkten und stellt das gros der Veröffentlichungen in diesem Sektor locker in den Schatten.
• Downfall
• Bbq Epilogue
• Wastelands
• As Dragons Roam The Sky
• Sacrament
• Mark 13
• Orion
• Through The Deep
• Twilight Of The Apocalypse
• Death
7.0 Punkte von Blizzard (am 24.03.2010)
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musikalischer Background des Verfassers NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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[ Seit dem 24.03.10 wurde der Artikel 2013 mal gelesen ]