Votum (Polen) "Metafiction" CD
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Konzeptalben müssen schon wirklich gut gemacht sein, um den Hörer dauerhaft zu fesseln. Die polnische Progressive Band VOTUM lässt in dieser Hinsicht wieder einmal nichts anbrennen und liefert einen würdigen Nachfolger ihres starken Debüts ab. „Metafiction“ kommt zwar etwas ruhiger und noch atmosphärischer daher, als der Erstling „Time Must have A Stop“, dafür haben die Jungs um Sänger Maciej Kosinski bei den Kompositionen noch mal gehörig zugelegt. “Metafiction“ entführt einen in eine mystische Klanglandschaft mit tragenden Keyboards, schwebenden Sound-Effekten und treibenden Gitarren.
Eröffnet wird das Album auch gleich von dem epischen „Falling Dream“, das recht gemächlich startet, nach rund vier Minuten aber ein kräftiges Gitarrenriff einführt. VOTUM nähern sich mit diesem Stil deutlich an ihre Landsmänner von Riverside an, die auf ihrem letzten Werk allerdings eher die härtere Gangart fuhren. „Glassy Essence“ steigt dagegen gleich mit dem metallischen Riff ein, nimmt dann aber wieder Tempo raus und wandelt sich zur typischen Artrock Hymne. Auch „Home“ bewegt sich in ruhigen und atmosphärischen Soundwelten, die vor allem durch den emotionalen Gesang von Maciej Kosinski ihre volle Wirkung entfalten. Die restlichen Songs lassen sich auf die gleiche Weise beschreiben – stets konzentrieren sich VOTUM auf progressiven Artrock mit einer Prise Metal.
„Metafiction“ ist ein spannendes und sehr gut gemachtes Konzeptalbum, das musikalisch auf ganzer Linie überzeugen kann. Hin und wieder sind die Songs vielleicht etwas zu ruhig geworden und man hätte sich etwas mehr Metal (wie im letzten Stück „December 20th“) gewünscht. Auch die für ein Prog-Album etwas kurze Spielzeit von 44 Minuten hätte gerne länger sein können.
Dennoch beweisen die Polen erneut, dass ihr Land mittlerweile für großartigen Progressive Rock steht und der Abstand zu Bands wie Porcupine Tree, Opeth oder Anathema nicht mehr allzu groß ist.
Fazit: Erneut sehr guter Progressive-Artrock für ruhige Stunden, wenn auch nicht ganz so gut, wie das Debüt.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Falling Dream
2. Glassy Essence
3. Home
4. Faces
5. Stranger Than Fiction
6. Indifferent
7. December 20th
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8.0 Punkte von Shylock (am 05.04.2010)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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