Ziemlich flott beginnt dieser selbstausgewiesene Gothicroadmoviesoundtrack. Ein treibendes, mit interessanten Breaks bestücktes Riff in einem gefälligen Gitarrensound lässt aufhorchen. Protzige Keyboard Sounds wirken erfreulicherweise ziemlich unaufdringlich. Mmh, klingt irgendwie alles recht cool. Scheiße auch. Beim Anblick des Bandfotos (drei kurzhaarige Schwarzkittelbengels und zwei Wouldbequeensofdarknees) habe ich mich schon auf einen Verriss gefreut. Der ist bei Admirabilis aber nicht drin. Die beiden Damen verdingen sich am Mikrofon sehr respektabel und unterstreichen mit ihrem Wechselgesang hervorragend die Dynamik der gelungenen Songs dieser Eigenproduktion. Dabei geben sich eine raue und eine klare Stimme während der Stücke die Klinke in die Hand. Keine Ahnung, welche Vocals dabei von Anh und welche von Steffi stammen. Das ist ja auch egal. Beide machen ihren Job gut. Das gilt eigentlich für alle Akteure. Komposition und Produktion stimmen ebenfalls, so dass ich kaum Ansätze zum Meckern finde. Manchmal klingt man noch etwas naiv. Aber hey, die Musiker sind jung und dies ist ein Demo. Daumen hoch also!
Laut eigener Aussage mischen die MünsteranerInnen Power Metal, Wave, Alternative, Punk, Elektro und Gothic Metal zu einer homogenen und verteufelt tanzbaren Mischung. Power Metal kann ich leider nicht entdecken, Punk zum Glück nicht. Der Rest passt schon. Das im Infoblatt suggerierte Roadmovie Soundrack Feeling kommt im Laufe der gesamten Spielzeit komischerweise wirklich auf. Bemerkenswert: Auf diese Weise funktionieren die einzelnen Songs, doch auch die CD als ganzes hat einen hohen Unterhaltungswert.
Im Gothic Underground kenne ich mich nun wirklich nicht aus. Dafür lache ich viel zu gern und habe viel zu viel Spaß daran, den Leuten mit Vorträgen über True Metal auf den Sack zu gehen. Ich habe also keine Ahnung, ob Düsterheimer Demos kaufen. Wenn sie es allerdings tun, dann sollten sie bei „Unbelievable“ auf jeden Fall zugreifen. Admirabilis gehen neue Wege, ohne in Kitsch oder übertriebene Selbstdarstellung zu verfallen. Eine junge Band, die für Überraschungen gut ist, hat sich Lob verdient, auch wenn sie keinen True Metal spielt. Dieses Demo macht Spaß und ist eine hervorragende Bewerbung für größere Aufgaben.
7.5 Punkte von Christian (am 27.03.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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