Eigentlich gebe ich nicht viel auf Promoflyer und nehme mir auch nur die Infos raus die ich wirklich brauche. Aber ab und zu wird nicht einfach nur mit Vorschusslorbeeren geschossen, sondern auch das ein oder andere Körnchen Wahrheit reingepackt.
Necronomicon aus Kanada, also nicht zu verwechseln mit der deutschen Thrash Legende, sind so ein Fall. Hier kann ich so einiges hören was mir im Flyer angekündigt wird.
Für ihr drittes Album „The Return Of The Witch“ haben sich die Jungs aus Montreal 7 Jahre Zeit gelassen, sich mit Napalm Records ein Label gesucht bei dem man sein Handwerk versteht und, …das Warten hat sich gelohnt. Hier wird ein fettes Black/Death Metal Brett aufgefahren, in dem man so ziemlich alles unterbringt was es in diesem Genre gibt. Blastbeats, fette plattwalzende Riffs, Doublebass Attacken und symphonische Keyboardpassagen, dazu hin und wieder Verschnaufpausen wie „Lillith“, in denen einfach nur instrumental Stimmung aufgebaut wird und zu guter Letzt das Organ von Rob machen das Album zu einem wirklich dunklen Wutbatzen der den geneigten Hörer mit sich reist. Gleich der Opener „Into The Fire“, der zwar keinen sehr originellen Namen hat(da schon zu oft benutzt), geht voll auf die Rübe und zeigt das sich 7 Jahre warten für die Fans gelohnt hat. Hier wird sofort klar gemacht was Phase ist und wenn das die Marschmusik der Hexe ist, dann ist sie wirklich zurück! So ballert man sich von Song zu Song und es wird nie langweilig, was auch an die immer wieder eingestreuten Soli liegt. An manchen Stellen kommt ein wenig Dimmu Borgir zu PEM Zeiten zum Vorschein, vor allem wenn man mit verzehrter Stimme arbeitet, „Necropolis“ und „Alpha And Omega“. Nur sind die Kanadier weniger symphonisch. Aber auch Behemoth aus frühen Tagen kommen einem immer wieder in den Sinn, „The Awakening“ oder „Seven“.
Fazit: Die Kanadier Necronomicon haben mit „The Return Of TheWitch“ wohl ihr bis dato bestes Album abgeliefert. Druckvoll produziert kommen die Stärken der Musiker im wahrsten Sinne des Wortes fett zu tragen. Die 40 min gehen schnell vorbei und auch wenn man nicht unbedingt Nachschlag haben möchte, so kann man sich danach doch zurück lehnen und sagen „Es hat sich gelohnt“. Für eine höhere Wertung als 8/10 Punkte reicht es nur deshalb nicht, weil das Album zu wenig Wiedererkennungswert besitzt. Zu viele Dinge geschehen hier die es schon woanders gibt. Wem dies aber nicht stört und sich eine Mischung aus Dimmu Borgir, Behemoth und Morbid Angel vorstellen kann, der sollte hier mal reinhören.
Anspieltipp: Into The Fire, The Awakening, Necropolis
Band Webseite: http://www.myspace.com/necronomiconmetal
Diskografie:
Morbid Ritual – demo 1991
The Silver Key – MCD 1996
Pharaoh of Gods – 1999
The Sacred Medicines – 2003
The Return Of The Witch – 2010
Lineup:
Rick – Drums, Percussions
Rob – Vocals, Guitar
D. – Bass
Tracklist:
Lineup:
01. Into The Fire
02. The Awakening
03. The Time Is Now
04. Necropolis
05. The Order Of The Moon
06. The Return Of The Witch
07. Lillith
08. Alpha and Omega
09. Seven
8.0 Punkte von gelal (am 31.08.2010)
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