Was wurde nicht bereits im Vorfeld über die neue Supergroup geschrieben, was konnte man nicht alles bereits seit einem halben Jahr im Internet an Vorschusslorbeeren finden (ohne das auch irgendjemand bereits einen Ton gehört hatte) und nun ist die Scheibe der vier Meister, Glenn Hughes, Joe Bonamassa, Derek Sherinian und Jason Bonham, endlich erhältlich. Was kann man erwarten, wenn sich Musiker unterschiedlicher Genre zusammenfinden? In welchem Maße bringt sich ein jeder ein? Wie hoch ist der Einfluss von Produzentenlegende Kevin Shirley? Die Befürchtungen, dass es ein reines Bluesalbum wird, die Befürchtungen, dass Herr Hughes seine Stimmbänder wieder einmal über Gebühr strapazieren würde, bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Herausgekommen ist ein reinrassiges Rockalbum mit einem deutlichen Hang zu den Siebzigern, Aber die sind derzeit in der Musik ja ohnehin ganz groß angesagt. Stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Songmaterial. Auch hier können die glorreichen Vier auf ganzer Linie überzeugen. Hat man sich erst mal an die teilweise rauen Töne gewöhnt, so entdeckt man ein Album mit Ecken und Kanten. Und das durfte man in dieser Form sicherlich nicht erwarten. Hier wurde von Vornherein nicht auf Nummer Sicher gegangen, sondern auf die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten eines jeden beteiligten Protagonisten eingegangen. Herrlich zum Beispiel die von Joe Bonamassa und Glenn Hughes gesungene Halbballade „Song Of Yesterday“, die streckenweise an die Götter Led Zeppelin erinnert und sich dann im Laufe der achteinhalb Minuten zu einem wahren Meisterwerk mit grandioser Gitarrenarbeit entwickelt. Ein Hammersong! Über jeden einzelnen Song könnte man sich hier auslassen. Wer aber auch nur einen Funken Interesse an einfach zeitlos guter Rockmusik hat, sollte, ja muss, sich dieses Album zulegen. Für mich auf jeden Fall einer der heißesten Anwärter auf das Album des Jahres 2010.
Fazit: Alle Vorschußlorbeeren hatten ihre Berechtigung. Ein Hammer von Album!
Tracklist:
Lineup:
1. Black Country
2. One Last Soul
3. The Great Divide
4. Down Again
5. Beggarman
6. Song Of Yesterday
7. No Time
8. Medusa
9. The Revolution In Me
10. Stand (At The Burning Tree)
11. Sista Jane
12. Too Late For The Sun
musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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