Achtung, trendfreie Zone möchte man meinen. Das fängt beim Retro-Cover an und setzt sich über die Besetzungsliste fort, die sich wie ein Who-Is-Who der Metalszene liest, also fange ich am besten 'mal mit dem Namedropping an: Metal Mike Chlasciak, der einem schon von HALFORD und TESTAMENT ein Begriff ist, hat einige nicht minder bekannte Kumpels für diese CD zusammengetrommelt. Den Bass bedient Steve DiGiorgio (TESTAMENT, DEATH, SADUS), hinter der Schießbude sitzt Bobby Jarzombek (RIOT, ICED EARTH, HALFORD) und die Vocals steuert Tim Clayborne (HATRED) bei.
Nun ist es im allgemeinen ja so, daß diesen "All Star Projekten" oftmals der Geruch anhaftet, hier wollten einige Musiker mit halbgaren Songs nebenbei den schnellen Dollar machen. Diesen Verdacht kann man im speziellen Fall getrost vergessen, denn PAINMUSEUM entfachen über knapp fünfzig Minuten ein wahres Gewitter, das die musikalischen Backgrounds von allen Beteiligten optimal miteinander kombiniert. Dabei herausgekommen ist eine fulminante Mischung aus Heavy Metal mit vielen Thrash- und Death-Elementen, die von Metal Mike's prägnanten Riffs dominiert wird.
Nach dem Intro "The Divine Birth Of Tragedy" bekommt man mit "Speak The Name" gleich eine Granate serviert, daß einem der Mund offenstehen bleibt. Im genauso heftigen "Hosanna Hosanna" finden sich schon die ersten Death-Metal Riffs. Vor allem bei thrashigen Songs wie "Words Kill Everything" oder "Dogs In A Cage" zeigt sich die Klasse von Steve DiGiorgio und Bobby Jarzombek, die ihre Parts äußerst tight spielen und damit diese Nummern richtig vorantreiben. Tim Clayborne versteht es zudem, seinen Gesang variabel der jeweiligen Stimmung anzupassen. So grunzt er bei "Speak The Name" und "Scars In Black" in bester Thrash-/Death Manier, während er bei den melodischen Nummern "American Metalhead", "Live And Die" und "Bloody Wings" mit klassischem Heavy Metal Gesang a la Bruce Dickinson oder Rob Halford aufwartet. Bei "I Am Your Keeper" und dem Titelsong "PainmuseuM" kann sich dann auch Metal Mike mit ausgiebigen Solo-Parts so richtig austoben.
Insgesamt wird also sehr viel Abwechslung geboten, "Metal For Life" tritt richtig gut Arsch und dürfte allen Fans der oben aufgeführten Bands gefallen. Um noch weitere Namen hinzuzufügen: an den Knöpfen saßen Roy Z. (JUDAS PRIEST, HALFORD, HELLOWEEN) und James Murphy (TESTAMENT, DEATH, DISINCARNATE), von daher ist auch der Sound allererste Sahne. Als Gastsänger beteiligte sich Joe Comeau (OVERKILL, ANNIHILATOR). Noch Fragen?
Track-List
01. The Divine Birth Of Tragedy
02. Speak The Name
03. Hosanna Hosanna
04. Words Kill Everything
05. American Metalhead
06. Dogs In A Cage
07. Live And Die
08. Burn Flesh Burn
09. PainmuseuM (Metal For Life)
10. Bloody Wings
11. I Am Your Keeper
12. Scars In Black (Japan Bonus)
Line-Up
Metal Mike Chlasciak - Guitar
Tim Clayborne - Vocals
Steve DiGiorgio - Bass
Bobby Jarzombek - Drums
8.5 Punkte von Armin (am 14.04.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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