Chile ist sicher Entwicklungsland in Sachen Metal. Siehe VASTATOR: 24 Jahre im Geschäft, drei Alben plus einer überschaubaren Anzahl Demos im Gepäck und bis dato nix zählbares außerhalb der Landesgrenzen. Der neueste Erguss des Quartetts aus der Chilenischen Hauptstadt hört auf den Namen „Machine Hell“ Ob der bei uns zünden kann?
VASTATOR erfinden das Rad des Heavy Metal sicher nicht neu, können aber insbesondere mit den hin und wieder eingeschobenen Instrumental-Experimenten durchaus Akzente setzen. Nach kurzem Vorspann rödelt die Höllenmaschine dann auch mit Affenartiges Geschwindigkeit durch die Pampa. Señor Diaz kreischt am Mikro los wie eine Mischung aus King Diamond und Rob Halford. Gestützt auf die rasend schnellen Gitarrenläufe geht der Herr sofort bis in den Anschlagsbereich des erträglichen Höhenniveaus. Geil! Long live the King...
Klassicher Heavy Metal wird hier geboten. Musikalisch an Maiden und Priest orientiert, gesanglich dann am Diamantenkönig lauten die Referenzen. Das ganze hat recht ordentlich Tinte auf dem Füller, und kann den ewiggestrigen Hörer sicher ein zufriedenes Lächeln entlocken. Illustre Gäste haben die Chilenen auch an Bord geholt: Bei "The Gods Give No Reply".gibts ein Duett mit Veronica Freeman (Benedictum). und Mike Chlasciak (Halford) schwingt bei "Hawker Hunter" die Sechsaitige Kregsaxt. Hier geht’s dann recht variabel zur Sache
"X-Terminate" ist dann wieder eine dieser wahnwitzigen Speedgranaten die VASTATOR nur allzu gerne einstreuen. Aber plötzlich ergreift wie aus dem nichts ein Piano die Oberhand und begleitet auf wundersame Weise stimmig die Ballade „Reminiscense“. Die letzten vier Songs sind interessanterweise in Landessprache gehalten, was der metallischen Kante aber keineswegs weh tut. Insbesondere "Puñado De Almas" ist ein Track der voll auf die Zwölf drischt. Das Songwriting ist insgesamt als gelungen zu bezeichnen, lediglich der Sound ist sehr gewöhnungsbedürftig. Aber wer den Charme old schooliger Produktionen wirklich liebt, wird auch damit klar kommen.
Anspieltipps: The Gods Give No Reply, Reminiscence, Caleuche, Puñado de Almas
Fazit: Guter Heavy Metal aus Chile. Nicht nur für Exotensammler interessant. Nur Sound und Gesang werden die Geister spalten.
Discography:
El Profanador - Demo, 1987
Inconsciencia Asesina - Demo, 1988
First Blood - Live 02/09/1989 - Demo, 1989
Maxima Entropia - Demo, 1989
Guia Para Odiar a Tu Projimo, Antologia 1988-1998 - Best of/Compilation, 1998
The Night of San Juan - Full-length, 2001
El Metal Debe Continuar - DVD, 2004
Live in Southern Hell - Live album, 2004
Hell Only Knows - Full-length, 2007
Machine Hell - Full-length, 2010
Tracklist:
Lineup:
1. Machine Hell 04:23
2. 8.8 02:35
3. The Gods Give No Reply 03:38
4. Fiend 05:23
5. X-Terminate 03:47
6. Hawker Hunter 05:12
7. Reminiscense 05:02
8. Combustible en la Sangre 03:26
9. Puñado de Almas 03:53
10. El Ultimo Grito en el Infierno 05:11
11. Caleuche 11:15
7.5 Punkte von Blizzard (am 09.02.2011)
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musikalischer Background des Verfassers NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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