DARKEST ERA kommen aus dem schönen Irland. Dafür braucht es keine Infoblätter oder Internetrecherche. Das Debüt der jungen Truppe, "The Last Caress Of Light", spricht diesbezüglich für sich. Seit 2005 tummelt sich das Quintett, bestehend aus zwei jungen Damen und drei ebenso jungen Herren nun schon im Musikbusiness. Mittels zweier EP’s (2008+2010) konnten die fünf zumindest ein Rumoren im Underground erzeugen. Mit einem derart starken Werk, wie dem hier vorliegenden plus der Tatsache das man mit Metal Blade eine große und kompetente Bleibe gefunden hat, sollten nun auch an der Oberfläche einige Spuren hinterlassen werden.
DARKEST ERA haben sich dem mystischen Celtic Metal zugewandt, und zwar in seiner epischen Form. Alles sehr eingängig und ohne fieses Schlachtgebrüll angenehm dargeboten. Musikalische Querverweise zu den ebenfalls auf der grünen Insel beheimateten Old Season, Mael Mordha (mit Abstrichen, da hier keine Flöten tröten oder sogar 'nen ganzes Orchester nebenher dudelt) oder den Italienern Doomsword sind nicht von der Hand zu weisen. Insbesondere Gesang und Rhythmik weisen zu letztgenannten teils frappierende parallelen auf. Aber die Fünf können auch im zügigen Tölt über die grünen Wiesen pflügen, statt nur mit getragener Epik die Axt zu schwingen wie z.B. ’Visions Of The Dawn’ eindrucksvoll beweist. Dann wird es sogar richtig traditionell bei der Gitarrenarbeit, die NWOBHM hält Einzug.
Was aber allen Songs gemein ist, ist die unnachahmliche keltische Mystik die bei allen Songs herrlich mitschwingt. Sicher auch ein Verdienst von Sänger "Krum", dessen klare ausdrucksstarke Stimme genau diese Grundstimmung vermittelt. Die Refrains bleiben im Ohr, und einprägsame Songs können sie eh schreiben. Da wird selbst eine pure Folknummer wie das saucoole 'Poem To The Gael' bei aller Simplizität schlichtweg groß. Vielleicht sind es aber auch die sehr variabel intonierten Gitarren, die häufig mit schönen doppelläufigen Harmonien punkten können und sich ebenso vehement im Gehörgang manifestieren die einen schwelgen lassen... Wer weiß?.
Aber was man weiß: Man kann es drehen und wenden wie man will, an "The Last Caress Of Light" gibt es einfach nichts auszusetzen. Das Album hat alles was man benötigt um wirklich gute Platten hervorzubringen: Tolle Musiker, überzeugendes Songwriting, Ideenreichtum und eine Menge Spielwitz. Das man darüber hinaus in der Lage ist, viel irisches Flair mit der Musik zu transportieren ist dann das i-Tüpfelchen auf einem starken Debüt.
Anspieltipps: The Morrigan, Poem To The Gael, The Last Caress Of Light Before The Dark, Beneath The Frozen Sky, Heathen Burial
Fazit: Ein Starkes Debütalbum der jungen Iren, das sie sicher umgehend in den Fokus einer größeren Fangemeinde katapultieren sollte..
Myspace: http://www.myspace.com/darkestera/
Line-Up:
Dwayne Maguire - Vocals
Ade Mulgrew - Guitar
Sarah Weighell - Guitar
David Lindsay - Bass
Lisa Howe - Drums
Discography:
The Journey Through Damnation - EP, 2008
The Oaks Session - EP, 2010
The Last Caress Of Light - Full-length, 2011
Tracklist:
Lineup:
1. The Morrigan
2. An Ancient Fire Burns
3. Beneath The Frozen Sky
4. Heathen Burial
5. Visions Of The Dawn
6. To Face The Black Tide
7. Poem To The Gael
8. The Last Caress Of Light Before The Dark
8.5 Punkte von Blizzard (am 16.02.2011)
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musikalischer Background des Verfassers NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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