Nach drei Jahren Pause melden sich ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET mit ihrem vierten Longplayer „The Dark Epic“ zurück am Tageslicht um mit einer neuerlichen Death Thrash Walze über die Hörerschaft herzufallen. Dafür musste ex-THE CROWN-Fronter Johan Lindstrand mit Jonas Blom einen neuen Mann an der Lead Gitarre rekrutieren, nachdem Mikael Lagerblad bereits 2009 den Dienst quittierte. Warum der allerdings immer noch beim Line-Up Erwähnung findet ist rätselhaft....
Weniger rätselhaft hingegen die musikalische Marschrichtung der ONE MAN ARMY: eine neuerliche Death Thrash Walze die erbarmungslos über den Hörer hinwegrollt und keinerlei Gefangene macht. Dafür haben die Schweden die Thrash Schlagzahl diesmal wieder etwas erhöht, was den räudigen Aspekt der Musik herrlich untermalt. Im Gegenzug haben sie ihr Songwriting sehr gekonnt verfeinert, was aber nicht heisst das man minder heftig zur Sache geht. Man variiert diesmal nur sehr gekonnt das Tempo, streut einige coole Solis ein und räumt den instrumentalen Passagen mehr Platz ein. Kurzum: Die One Man Army präsentiert sich abwechslungsreicher und reifer denn je zuvor. Aber vor der Abwechslung kommt der Opener erstmal recht typisch daher, und offenbart nur im Ansatz die Veränderungen. ’Stitch’ ist ein heftigst groovendes Riffgewitter, das sofort Feuer unterm Allerwertesten macht. Und diese Marschrichtung behält die Ein-Mann Armee während der folgenden 48 Minuten in mitreißender Manier bei. Unterstützt von einer treibenden Rhythmussektion, bei der allen voran das Schlagzeug der maßgebliche Faktor ist, marschieren die Neun Songs geradewegs ins Ohr und bleiben dort auch hängen. Dabei spielt das heisere Geshoute von Johan Lindstrand natürlich wieder eine tragende Rolle. Immer wieder herrlich mit welchem Nachdruck er seine angepissten Vocals ins Mikro growlt.
Das formidable ’Sandman Apocalypse’ unterstreicht dann erstmals die neue Marschrichtung. Das 7 ½ Minuten Stück beginnt rasant um nach einem ruhigen Mittelpart mit getragenen Gitarrenspiel zum Ende Explosionsartig seine angestaute Energie zu entladen. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch die Neun Minuten währende Nacken-Marter beim Titeltrack. Eine lange getragene Instrumentalpassage, eine gewaltige Eruption und ein semiakustisches Outro. Geil. Dem Gegenüber stehen dann solch geradlinige Neckbreaker wie ’Devil’s Harlot’, ’Inside The Head Of God’ oder ’How I Love To Kill You’
Abschließend sei bemerkt das auch die Produktion und das coole Cover der Musikalischen Qualität vollauf gerecht werden. Un da „The Dark Epic“ durchgängig Spaß macht und keinerlei Schwachpunkte offenbart, kann man ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET nach drei Jahren schöpferischer Pause nur zu einer formidablen Rückkehr gratulieren.
Anspieltipps: Inside The Head Of God, Sandman Apocalypse, Devil's Harlot, Stitch
Fazit: Starke Rückkehr der Schweden. Ein geiler Death Thrash Brocken mit dem uneingeschränkten Prädikat: „Kaufempfehlung“!
Line-Up:
Vocals: Johan Lindstrand
Lead Guitar: Mikael Lagerblad
Rhythm Guitar: Mattias Bolander
Bass: Robert Axelsson
Drums: Marek Dobrowolski
Discography:
When Hatred Comes To Life - Demo, 2005
21st Century Killing Machine - Full-length, 2006
Christmas for the Lobotomizer - Single, 2006
Error in Evolution - Full-length, 2007
Grim Tales - Full-length, 2008
Tracklist:
Lineup:
1. Stitch
2. The Zombie Syndrome (Of Acid & Man)
3. Inside The Head Of God
4. Sandman Apocalypse
5. The Pleasures Of Slavery
6. Skeletons Of Rose Hall
7. Devil's Harlot
8. Dark Epic
9. How I Love To Kill You
8.0 Punkte von Blizzard (am 21.02.2011)
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musikalischer Background des Verfassers NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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