Mit “Hands down” liegt nun das Debut-Album der Dänen Mevadio in meinem CD-Player, welches bereits im September 2003 in Dänemark veröffentlicht wurde. Nachdem die Band, welche bereits 1997 von Michael, Ivan und Kenneth unter dem Namen „Facing a borning day“ gegründet wurde und durch einige Demos und EPs auf sich aufmerksam gemacht hat, bereits einige Gigs mit Szenegrößen wie Sepultura, Entombed und Testament gespielt haben, ist es nun wirklich an der Zeit, dass diese CD auf den Rest der Menschheit losgelassen wird. Um es vorwegzunehmen, es ist wirklich eine Schande, dass das restliche Europa so lange auf dieses Album warten musste. Denn Mevadio gelingt es mit dieser Veröffentlichung, ein ganz großes Ausrufezeichen zu setzen.
Allein schon mit dem Opener „Life through the eyes of the coroner“ wird dem Hörer ein groovender Nu-Metal-Stampfer vom Feinsten geboten, der sich mit seinem grandiosen Refrain sofort in die Hirnwindungen frisst und die Lust auf mehr weckt. Und der Hörer wird definitiv nicht enttäuscht. Denn auch bei den restlichen Songs gelingt es Mevadio hervorragend, ihre Vorstellungen von modernem Heavy Metal unter das Volk zu bringen. Dabei zeigen sich die Jungs aus Dänemark äußerst abwechslungsreich und experimentierfreudig, ohne dabei aber den roten Faden zu verlieren. Es ist wirklich beeindruckend, wie der Fünfer bereits auf seinem Debütalbum zu seinem eigenen Stil gefunden hat, der nur sehr schwer in eine Schublade zu stecken ist.
Sowohl beim Songwriting, als auch bei den technischen Fähigkeiten, gibt es nichts zu bemängeln. Die Jungs schaffen es hervorragend, eine gesunde Mischung aus Härte und eingängigen Melodien zu finden. Unterstützt von einer souveränen Rhythmus-Sektion befinden sich die Kompositionen dabei eher im Mid-Tempo-Bereich, wobei auch vor kurzen Zwischensprints nicht zurückgeschreckt wird. Hervorzuheben ist außerdem noch der äußerst Variable Gesang von Kruger, der neben den typischen Growls auch nicht vor cleanen Gesangspassagen zurückschreckt.
Neben dem Opener „Life through the eyes of a coroner” stechen außerdem noch “Entertainment”, “Faith, hope and liposuction” sowie “Here comes the good guys” hervor.
Auch zu erwähnen ist “Killaville” welches aufgrund des etwas höheren Tempos ein wenig aus dem Rahmen fällt und die Band von ihrer härteren Seite zeigt. Aber keine Sorge, dieses wird durch die Ballade „Rainbow desire“ ausgeglichen, welche die Band von ihrer melanchonischen Seite zeigt und einen der absoluten Höhepunkte dieses Albums darstellt.
Tracklist:
01. Life through the Eyes of a Crooner
02. Walk with me
03. Entertainment
04. Below average
05. Here come the good Guys
06. Killaville
07. Faith, Hope! And Liposuction
08. Rainbow Desire
09. YouAintShitToMe
10. When Bullshit Walks
Eines kann man sich definitiv sicher sein, von dieser Band wird man noch hören. Denn Mevadio schaffen es, frischen Wind in die teilweise doch recht verstaubte Metal-Szene zu blasen und dieser neue Impulse zu verleihen. Somit sollte jedem, der auf harte Musik steht und dabei auch nicht vor modernen Einflüssen zurückschreckt, klar sein – dieses Album muss her.
7.5 Punkte von Nekrob (am 28.04.2005)
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