Inhalt:
Um die Ehre des Shogun zu retten und das Land vor großem Schaden zu bewahren, gehen 13 mutige Samurai auf eine schier unmögliche Mission. Unter Führung des ehrenwerten Shinzaemon wollen sie Lord Naritsugu, den Halbbruder des Shogun, ermorden, bevor er seinen Platz im Rat einnehmen kann. Denn Naritsugu ist ein kranker Sadist, der aus purem Vergnügen foltert, verstümmelt, tötet und davon träumt, die lange Friedenszeit des japanischen Reiches endlich durch einen „amüsanten“ Krieg zu beenden.
Aber der brutale Lord umgibt sich stets mit einer zahlreichen Leibgarde. Shinzaemon arbeitet einen raffinierten Hinterhalt aus, um die Überlegenheit des Gegners zumindest zu reduzieren. Trotz sich dessen bewusst zu sein, dass sie es vielleicht nicht überleben, begeben sich die 13 Krieger auf ihre Mission...
Review:
Zunächst einmal muss man bei dem Film 13 Assassins feststellen, dass es sich um kein typisches Takashi Miike-Movie handelt. Vielmehr sehen wir hier einen gelungenen Samurai-Film der sich wohl eher an die Werke Akira Kurosawas anlehnt. Dabei handelt es sich hier nun um ein Remake des gleichnamigen Films von Eiichi Kudo aus dem Jahre 1963.
Die Inszenierung ist durchweg erstaunlich klassisch. Dunkle Brauntöne gemischt mit grau regieren das Bild und lange Gespräche in dunklen Holzhütten, die die Fronten klären, füllen die erste Stunde aus die immer mal wieder von Gewaltspitzen unterbrochen wird.
Der Film wirkt zu keiner Zeit billig oder trashig, sondern eher aufwendig in Szene gesetzt. Das Budget welches Takashi Miike zur Verfügung stand, immerhin 20 Millionen Dollar, war für japanische Verhältnisse schon relativ ordentlich und dies merkt man dem Film auch in fast jeder Szene an. Die erste Hälfte des Films ist eher „dialoglastig“. Aber auch hier zeigt sich schon anhand des schönen Sets und der gelungenen Regie, dass der Film ein hohes Budget zur Verfügung hatte.
Das einzige Manko des Films ist meiner Meinung nach die etwas schwache Charakterzeichnung der Hauptpersonen. Da mir aber in Form der deutschen Fassung nur die internationale Fassung vorlag, vermag ich nicht zu sagen ob diese Problematik in der 20 Minuten längeren Japan-Fassung vielleicht weniger zum Tragen kommt. Denn gerade beim abschließenden Showdown, den natürlich nicht alle der 13 Attentäter überleben, fehlt dann doch etwas die emotionale Bindung zu den Protagonisten. Der 45-minütige Showdown am Ende ist tatsächlich ein nettes Actionfeuerwerk.
Fazit:
13 Assassins erweist sich als recht kommerzieller Samurai-Film, bei dem man so gut wie gar nicht die Handschrift Takashi Miikes erkennen kann. Schöne Regie, gute Action im alten Samuraistil und ein moderneres filmisches Gewand garantieren gute Unterhaltung, bei der lediglich die Dramaturgie etwas zu kurz kommt.
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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