- "Was hat er denn da?" "Ne Ansichtskarte aus Solingen!"
- "Wie hätten Sie gerne ihr Omelette? Mit einem Ei oder mit zweien?" "Mit ZWANZIG, aber ohne Zwiebeln! Die liegen mir immer so schwer im Magen."
- "Mach schon Platz, ich bin der Landvogt!"
- "Hat dir schon mal einer mit nem Vorschlaghammer einen Scheitel gezogen?"
Der italienische Schauspieler Carlo Pedersoli - alias Bud Spencer - ist durch seine Filme (egal ob nun solo oder Seite an Seite mit Mario Girotti - alias Terence Hill - als unschlagbares Power Duo) zu einer Kultfigur geworden. Man kennt ihn allerorts und selbst Generationenübergreifend erfreuen sich die Filme mit Bud Spencer großer Beliebtheit, obwohl sie nie Hollywood-Blockbuster mit Oscarreifen Qualitäten waren. Vielmehr macht es der bodenständige, teils rüpelhafte aber dennoch sympathische und gutmütige Charme aus, den man in jedem von Spencers Charakteren wiederfindet. Obwohl natürlich manche der, vor allem späteren Filme arg in den Klamauk abrutschten, dürfte selbst in der Metalszene jeder beim Anblick der Filmografie feststellen, mindestens eins, zwei seiner Auftritte (inklusive doppelseitiger Backpfeife mit folgendem Abwärtsdampfhammer) irgendwann und irgendwo einmal gesehen zu haben.
Doch das Leben des mittlerweile 81 jährigen Pedersoli hat viele Stationen und sein Werdegang bis heute ist enorm vielseitig. Bevor er Schauspieler wird, geht er als Schwimmer für Italien zu den olympischen Spielen. Er betreibt zeitweise ein eigenes Restaurant, ist Flugzeugkapitän, hat sogar eine eigene Fluggesellschaft und schreibt einige Songs für seine Filme selbst. Im Buch "Mein Leben, meine Filme - die Autobiografie" blickt Pedersoli auf die verschiedenen Stationen seines Lebens zurück, trifft sich in der Vergangenheit auch schon einmal mit sich selbst und wird dabei auch nicht müde, sich selbst desöfteren zu belächeln. Natürlich sind aber die Filme von und mit Bud Spencer der zentrale Teil seiner Biografie. Der Schreibstil ist dabei sehr eingängig und verständlich. Mit leichter, teils auch aus den Filmen gewohnt flapsiger Sprache gelingt es Pedersoli in Zusammenarbeit mit Lorenzo de Luca (einem Drehbuchautor und Essayisten, der auch schon einige Drehbücher der Filme mit Bud Spencer schrieb) und David de Filippi (ein italienischer Journalist und Schriftsteller) ein jederzeit stimmungsvolles Bild seines Werdegangs zu kreieren und beleuchtet zusätzlich viele Hintergründe der Filme wie auch die Freundschaft zu Terrence Hill. Trotz seiner nur etwa 220 Seiten fasst "Mein Leben, meine Filme - die Autobiografie" die umfangreiche Karriere Spencers in vielen kleinen Etappen zusammen, wirkt dabei aber weder überladen, noch zusammenhanglos oder zurechtgeschustert, sondern ist ein humorvoller und stets lebensbejahender Rückblick auf das Schaffen einer lebenden Kultfigur.
ohne Wertung von Horst_Sergio (am 24.09.2011)
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musikalischer Background des Verfassers Drummer von Abyss Lord (Death Metal - RIP) / Day Of The Tentacle (Death Metal / Grindcore - RIP), aktuell: Crusher (Old School Speed Metal) hört gern: Metal von zart bis hart: Hardrock, Heavy, True, Speed, Power, Progressive, Thrash, Death, Grind
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