Die Nachricht, dass ein -Lenny Kravitz- bei Roadrunner Records (RR) unterschrieben hat, muss so einige Fans (als auch Metalhörerschaft) verwundert haben. Doch sicherlich ist diese Tatsache für alle Seiten etwas ungewöhnlich und gewagt, also für Fans, Label und den Künstler selbst. Nicht, dass RR kein Weltlabel für große Stars wäre, aber man assoziiert mit RR eher die „härteren“ Klänge. Für mich war die Nachricht jedoch ohne jeglichen Wert, zähle ich mich doch zum Fan seiner Musik seit den Anfängen. Vielleicht nicht direkt seit 1989 und dem Debüt „Let Love Rule“, aber spätestens seit „Mama Said“. Zu meinen absoluten Favoriten gehören neben dem Zweitwerk das 1998er „5“ und „Circus“ von 1995. Aber wir schreiben nun das Jahr 2011 und da gab es noch weitere Alben.
Auch derzeit wurde ich nicht enttäuscht, Labelwechsel hin oder her, nachdem mir bereits schon das 2009er Album „It Is Time for a Love Revolution“ sehr gut gefallen hat. Das neue Werk ist so bunt, wie eben die gesamte Karriere dieses enorm charismatischen und eben vierseitigen Künstlers. So gut wie jeder Song des Albums ist anders. Rock, Soul, Funk, R´n´B als auch Rap/HipHop und Jazz-Pop ist alles vorhanden. So gut wie jede Sparte der populären Musik wird bedient und dies natürlich qualitativ wertvoll, sowohl instrumental als auch textlich.
Das schöne daran ist, dass es neben den üblichen Radiosongs, den Hitsingles, es die genialen, die emotionaleren Tracks gibt, die viel mehr zu bieten haben, als nur irgendjemanden auf der Tanzfläche zu erfreuen. Dazu zähle ich die Stücke wie u.a. „Dream“, „The Faith Of A Child“, "Everything" oder „I Can´t Be Without You“. Auch wenn jene sicherlich eben durch diese „Kravitz-sound“ ebenfalls den Single-/Hitcharakter besitzen.
Es ist schwierig bei diesem Album einen eher nicht gelungenen Song herauszupicken, doch müsste man sich entscheiden, so würde meine Wahl auf „Boogie Drop“ (Rap mit Jay-Z) als auch die erste Single „Stand“ fallen. Auch wenn sicherlich diese Songs einmal mehr aufzeigen wie facettenreich die Platte ist, so werde ich nicht wirklich warm mit diesen „Hits“.
Fazit:
Man hat den Eindruck, dass Lenny Kravitz mit diesem Album eine Art „Best Of“ seiner bisherigen Karriere geschaffen hat, aber eben nur mit „neuen Songs“ ausgestattet. Von daher: Mal wieder ein geniales Werk des Ausnahmekünstlers, welches ich jedem nur wärmsten empfehlen kann, der auch mal über den Tellerrand „hören“ mag.
„Black And White America“ erschien bereits am 19.08.2011 auch als Digipak-Version inkl. einer DVD.
(die limitierte DVD-Edition ist eher für die Fans ein besonderer Leckerbissen, da hier lediglich einige Songs in anderen (akustischen) Versionen bzw. als Videoclip dargestellt werden)
Besonders zu empfehlen ist ein Konzert dieses Musikers, das kann ich wirklich nur doppelt unterstreichen. Lenny Kravitz -Live 2011- in Deutschland:
02.11.2011 Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf
04.11.2011 o2 World, Hamburg
05.11.2011 SAP Arena, Mannheim
07.11.2011 Columbiahalle, Berlin
23.11.2011 München, Olympiahalle
(Quelle der Termine: Roadrunner Records)
Tracklist:
Lineup:
1. Black And White America
2. Come On Get It
3. In The Black
4. Liquid Jesus
5. Rock Star City Life
6. Boongie Drop (feat. Jay-Z + DJ Military)
7. Stand
8. Superlove
9. Everything
10. I Can't Be Without You
11. Looking Back On Love
12. Life Ain't Ever Been Better Than It Is Now
13. The Faith Of A Child
14. Sunflower (feat. Drake)
15. Dream
16. Push
Bonus bei Digi-Version:
(acoustic)
17. Black And White America
18. Everything
8.0 Punkte von Arturek (am 02.11.2011)
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