„STEELWING“, fünf Schweden aus Nyköping haben sich 2009 gegründet, 2010 ihr erstes Studioalbum „Lord of teh Wasteland“ veröffentlicht und hauen nun bereits den 2. Longplayer raus. „Zone of Alienation“ ist nach eigenem Bekunden eine „Ode an den klassischen Heavy Metal“, und daher habe ich mich auch ziemlich vorab gefreut, zumal auch Vokalist Riley wohl „alles aus seiner Stimme herausgeholt“ haben will.
Nun, das Ergebnis lässt sich in der Tat sehen. Auch stimmt es, dass Steelwing wirklich alten, klassischen Heavy Metal, naja, auch Hardrock wäre teilweise nicht ganz falsch bezeichnet, speieln. Was man wahrnimmt ist, dass die 5 Schweden ihre Mucke sehr authentisch nehmen und sich sprichwörtlich den Arsch auch auf der Scheibe abspielen.
Wenn man von dem völlig unnötigen Intro mal absieht, geht es mit den folgenden 8 Songs voll nach vorne los und auch mit Geschwindigkeit. So bringt „Solar Wind Riders“ ein Pfund aufs Parkett, was stark an skandinavischen Metal/Rock erinnert, Pretty Maids lassen sehr gepflegt grüßen, und auch doppelte Harmonien a la Iron Maiden aus den allerbesten Zeiten sind hier und da wohl nicht nur zufällig. Ebenso macht „Full Speed Ahead“, welches auch die Radioauskopplung darstellt, auch gut Druck und lässt die Vocals, die eben auch extrem an Pretty Maids erinnern und einen starken Glam-Faktor eintragen, vergessen machen. Unabhängig von der Stimmlage, die eben nicht so mein geschmack ist, kann Riley tatsächlich einiges mit seinem organ anstellen und dem klassischen metal-Fan der 80er wird dies auch sicher gefallen.
Mit „Breathless“ wird’s dann etwas geruhsamer und auch weniger spannend, während der Chorus von „Tokkotai“ ein wirkliches Mörder-Rip-Off von den bereits erwähnten Pretty Maids bei „Loud and Proud“ darstellt – sowohl Original als auch Rip-Off sind aber klasse, also sei’s drum. Unabhängig davon ein guter Song.
Während es beim Titelsong etwas geruhsamer vor sich geht, aber nicht schlecht, sind „The Running Man“ und „They came from the Skies“ erneut schnelle Metal-Nummern, die auch gut gemacht sind, gute Riffarbeit, und man erkennt die Begeisterung der Jungs für Ihre Mucke, selbst die Soli sind gut, wenn auch nicht überbordend originell.
Zum Schluss erwartet uns noch ein episch langes Stück mit Lunacy Rising, was allerdings durch erstaunlich gute Tempiwechsel auffällt und eben nicht klassischerweise das „Epos, was sein muss“ ist, sondern tatsächlich Druck, Gefühl, Power und Schnelligkeit in guter Mischung bringt.
Summa summarum eine gute Folgescheibe, die es sich für Fans des klassischen Metal sicherlich nicht nur zu hören, sondern auch zu kaufen lohnt. Ich selbst wäre sehr neugierig auf eine Live-Performance … Kurzum: 6 Punkte.
Tracklist:
Lineup:
01 2097 A.D.
02 Solar Wind Riders
03 Full Speed Ahead
04 Breathless
05 Tokkotai (Wind of Fury)
06 Zone of Alienation
07 The Running Man
08 They came from the Skies
09 Lunacy Rising
6.0 Punkte von AndreasH (am 11.01.2012)
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