Die Dänen von IRON FIRE gehen wie viele andere Vertreter thematisch einen Schritt in die einzig mögliche Richtung, wenn schon alle teutonischen Heldentaten erzählt sind, jedes mögliche Fantasy-Szenarium ausgeschlachtet wurde und der Stahl stumpf geworden ist. Nun wird also die Laserpistole ausgepackt und der Metal in die Zukunft verlagert. Bitteschön, jetzt haben wir Power Space Metal, versetzt mit technischem Schnickschnack. Verzerrten Stimmen, die an Melodic Death Metal grenzen und zum Glück nicht allzu präsente Keyboards.
IRON FIRE setzen aber trotz ihres Future-Metals auf bewährte Strukturen, das heißt melodischen Power Metal mit Chören und krachenden Gitarren-Stakkatos. Fans werden bei Songs wie „Leviathan“ sicher Luftsprünge veranstalten, Etwas kritischere Ohren müssen sich ein bisschen gedulden, bis eine gelungene Melodie ihren Weg in die Gehörgänge findet, so zum Beispiel beim Refrain von „Ten Years in Space“. Der Titeltrack „Voyage of the damned“ ist zwar facettenreich, kann die 10 Minuten Länge aber nicht auf Dauer ausfüllen. Zum Schluss des Albums wird dann leider nur noch aufgefüllt, jetzt zählt jedes Riff, weniger die Qualität. Von den Tracks „Realm of Madness“, Verge To Collide“ und „Warmaster of Chaos“ bleibt leider gar nix hängen, außer scheppernde Riffs, ein zwei Shouts und ein paar leidliche Refrain-Versuche.
Seien wir ehrlich - ein Album der Dänen verirrt sich selten in den Player, geschweige denn ein zweites Mal. IRON FIRE machen auch mit dem neuen Album „Voyage of the damned“ alles andere als einen Schritt in Richtung Zukunft. Für Allessammler ist diese CD sicher einen Blick Wert, ansonsten tut sich bei den schon immer eher durchschnittlichen Dänen-Metallern nicht wirklich viel. Vielleicht sollten die Jungs mal einen Gang rausnehmen und das Augenmerk aufs Songwriting richten, als auf viel Lärm um wenig.
Tracklist:
Lineup:
1. The Dark Beyond
2. Enter Oblivion OJ-666
3. Taken
4. Slaughter Of Souls
5. Leviathan
6. The Final Odyssey
7. Ten Years In Space
8. Voyage Of The Damned
9. With Different Eyes
10. Dreams Of The Dead Moon
11. Verge To Collide
12. Realm Of Madness
13. Warmaster Of Chaos
4.0 Punkte von Shylock (am 29.01.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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