Wer kennt es nicht, dieses „woher kenn ich das bloß?“- Gefühl, das einen beim Hören neuer Songs manchmal beschleicht.. und in diesem Fall könnte man es etwa so zusammenfassen:
Man nehme Bands wie Alice in Chains, Audioslave, Marilyn Manson, Tool, Soundgarden oder Godsmack, rühre alles kräftig durch, mache daraus ´ne coole eigene Kreation, and here we go: Norwegen´s DUNDERBEIST mit ihrem (nach mehreren nationalen releases, wie mir das Internet verraten hat) internationalen Debut „Black arts & crooked tails“.
Wow, dieses Album macht wirklich Spaß. Und hier sind keine Anfänger am Werk, das hört man sofort. Absolut mitreißende, wohlproportionierte Songs. Famose Stimme und abwechslungsreicher Gesang, mal ein-, mal zweistimmig, mal Sprechen, von wütend bis sexy alles dabei. Das Ganze bei melancholischem, druckvollen Sound mit vielen Details, fetten Riffs und auch mal einem Augenzwinkern.
Schon der Opener „La guerre du feu“ und „Through the peephole“ zwingen zum Weiterhören. Es gibt durchgehend tolle Melodien, „The worst sentence“ kreiert mal coole westernartige Atmosphäre, und es gibt immer wieder unerwartete Elemente wie Vogelgezwitscher oder die am Ende von „Hum hum“ noch auftauchenden Gitarrenläufe. Mal mehr Tempo („8 Crows and counting“), mal weniger („Shields aligned“), das einfach sehr geile „Lucifer eyes“ oder das basslastig-groovige „More me“, es wird nicht langweilig. Und mit jedem Durchlauf bohren sich die Stücke mehr und mehr ins Gehör.
Es bleibt zwar der Eindruck, das alles irgendwie schonmal gehört zu haben- aber trotzdem ist das hier eine kreative, energiegeladene Neumischung mit Eigenwert. Wer der oben aufgezählten Abteilung zugetan ist, kann hier bedenkenlos zugreifen, und auch sonst lohnt sich das Anhören in jedem Fall. Anspieltip? Jedes Stück hat was.
Ohne viel Worte- einfach mal gute und richtig gut gespielte Musik mit Ohrwurmpotenzial, das macht wohlverdiente 7,5 Punkte!
Tracklist:
Lineup:
1. La guerre du feu
2. Through the peephole
3. Fear & Loathing
4. Lucifer eyes
5. The worst sentence
6. Shields aligned
7. More me
8. Winter past
9. 8 Crows and counting
10. Hum hum
7.5 Punkte von IlonA (am 05.02.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Gothic-, Death-, Doommetal, Rock´n´Roll, 70s...und was mich sonst bewegt von J.S. Bach bis Blackmetal.
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