Osssy wer? Diese Frage dürfte sich so manch ein Musikfreund mit Recht stellen. Beschäftigt man sich aber einmal mit dem bisherigen musikalischen Schaffen des Hannoveraners, so wird einem schnell klar, dass wir es hier mit einem gestandenen Musiker und vor allem Produzenten zu tun haben, der bereits so manch ein Werk veredelt hat.
Oswald „Osssy“ Pfeifer (die drei „S“ sind auf einen Schreibfehler auf einer Visitenkarte zurückzuführen und haften ihm bis heute an), 1970 in Beirut geboren, hat bereits viele Stationen in seinem Leben gehabt, aber erst in Hannover wurde er heimisch. Im Laufe der Jahre entstanden viele Freundschaften und so hat sich der „Osssynator“ nun endlich seinen Traum erfüllt und ein eigenes Werk eingespielt. Dass ihm dabei viele seiner Freunde helfen würden, war von Anfang an klar. Namentlich zu erwähnen wären dabei allen voran seine Lebensgefährtin und Inhaberin der Frida Park Studios, Anca Graterol, Steve Mann (Ex-MSG und Ex-Lionheart), JJ Marsh (Glenn Hughes), Simon Phillips, Gero Drnek (Fury In the Slaughterhouse), und Martin Huch (Carl Carlton, Heinz-Rudolf Kunze), neben vielen anderen. Was aber hat uns Osssy nun in musikalischer Form kredenzt?
Mit „Serum“ zeigt Osssy „die Essenz seines bisherigen Schaffens. Es ist sein persönliches Pharmazeutikum!“ und so falsch liegt er mit dieser Aussage nicht wirklich. Insgesamt 15 Songs der verschiedensten Couleur finden sich auf dem Album, wobei in songschreiberischer Hinsicht doch ein deutlicher Queen-Einschlag zu vermerken ist. Man höre sich nur „Certain Things“ an und jeder Freund der Briten wird hier die Parallelen heraushören können. Jedoch ist damit noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Ausflüge in Country, Pop, Melodic-Rock und den Blues zeigen einen Virtuosen an den Klangreglern und vor allem extrem vielseitigen Künstler, der mit seinem Schaffen vielleicht nicht unbedingt den Geschmack eines jeden Musikfreundes finden wird, aber eine eindrucksvolle Visitenkarte musikalischer Vielseitigkeit abgegeben hat. Da Osssy seit über zwanzig Jahren als Produzent tätig ist, dürfte auch klar sein, dass wir es hier mit einem kleinen „Klangwunder“ zu tun haben, das durchaus als Referenz für die Nutzung der heutigen Studiotechnik durchgehen kann. So beschert er uns ein in klanglicher Hinsicht transparentes und dennoch druckvolles Werk, das sicherlich auch ein paar Ausfälle hat.
Fazit: Ein Album mit musikalischer Vielfalt.
Tracklist:
Lineup:
1. Hungry Souls
2. All I Can Do
3. Riding On The Gun
4. Everytime
5. Certain Things
6. Out Of Control
7. I Know
8. Living Without You
9. Rendezvous
10. Brown Eyes
11. I’ll Get Over You
12. 6 And 6 Ain’t 23
13. Situation
14. Staring At The Mirror
15. Too Much Fun
7.0 Punkte von Christoph (am 22.02.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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