Huch, liebe WODENSTHRONE. Das, was ihr hier auf "Curse" abliefert, noch als "von EMPEROR beeinflusst" zu bezeichnen ist wohl die Untertreibung des Jahrhunderts. Neben dem Gitarrensound und dem stimmigen Keyboardeinsatz könnten einige Riffs und Melodien fast aus verschollenen Songs der norwegischen Kaiser zu "In The Nightside Eclipse" und "Anthems To The Welkin At Dusk" stammen. Der Anfang von "First Light" klingt ja schon fast wie "I Am The Black Wizards"! Und Jungs, Ihsahns "Wo - wo - woooooooooohh"-Geschrei einfach so in "The Great Darkness" zu kopieren. Tztztz. Hm, irgendwie klingt der Anfang von dem besagten Song außerdem verdammt nach A FOREST OF STARs "Raven's Eye View"...
Naja, auch wenn diese Erbsenzählerei am Anfang jetzt vielleicht wie ein Verriss anmuten mag, "Curse" der englischen WODENSTHRONE ist alles andere als eine Nullnummer geworden. Die vier Herren verstehen es auf hervorragende Art und Weise sich (zwar recht eng) Geregrößen wie EMPEROR zum Vorbild zu nehmen und etwas naturmystischen, paganen Einfluß hinzuzufügen und so ganz großartige Songs zwischen rasendem Schwarzmetall und Doom-Schlagseite inkl. akustischer Einsprengsel und gutem, wohlbedachtem Klargesangeinsatz zu zimmern. Dabei findet man bereits die ganz großen Gefühle in der Musik WODENSTHRONEs, lediglich an der ganz eigenen und einzigartigen Präsentation fehlt es den Engländern eben noch ein wenig. Man schaue sich abseits der erwähnten musikalischen Vorbilder im Sound nur mal das Coverartwork an...
Nichtsdestotrotz kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass WODENSTHRONE mit "Curse" ein erstklassiges Album mit tollen Songs und fesselnder Atmosphäre geschaffen haben, das nur minimale Abzüge in der B-Note einstecken muss. Selbst das ist aber im Black Metal viel zu selten geworden, insofern sollten alle Freunde anspruchsvollen Schwarzmetalls hier ruhig zugreifen!
Tracklist:
Lineup:
1. The Remaining Few
2. Jormungandr
3. First Light
4. The Great Darkness
5. Battle Lines
6. Wyrgthu
7. The Storm
8. The Name Of The Wind
8.5 Punkte von Gorlokk (am 18.04.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Prog Rock/Metal, Post Rock/Metal/Hardcore, Djent, Swedish/Melodic Death, Folklore/Neofolk, Black Metal, Neo-Thrash, Pagan Metal, Düster-Rock u.v.m.
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