Ja - ich gebe es zu! Ich habe diesen Film mit Patrick Swayze mehr als einmal gesehen! Nein - nicht "Dirty Dancing", "Roadhouse" von 1989; er spielt dort einen Türsteher, der eine Kneipe, Stadt, das Land und was nicht noch alles, von üblen Typen befreit. Und in der Kneipe spielt live (!) Cody mit seiner Band und das ist eben Jeff Healy - allein, dafür lohnt der Film!
Jeff ist leider schon tot, er starb 2008 mit 41 Jahren. Seit seinem ersten Lebensjahr erblindet, bgann er mit 3 Jahren Gitarre zu spielen und perfektionierte seinen Stil in einer Mischung von Schlagen und Picking, indem er die Gitarre auf den Schoß legte, wie eine Zitter, oder Steelguitar. Dies aber im Mainstream des Südstaatenrock.
„See The Light“ ist 1988 sein Debut. Es schlägt richtig ein und verschafft ihm und seiner Band dann auch den Auftritt in Roadhouse. Blind und die Gitarre auf dem Schoß spielend - das weckt Interesse, zumal der Titel auf ihn provoziert. Auch, wenn er sich mehrerer Cover, „Confidence Man“ und „Angel Eyes“ von John Hiatt oder „Blue Jean Blues“ (ZZ- Top) bedient, so ist seine eigene Spielweise und Intonation stark am ursprünglichen Blues orientiert, die dieses Debut zu Recht zum Erfolg werden lässt.
Mit „Hell To Pay“ war Jeff dann schon da angekommen, wo Gastauftritte von bereits anerkannten Musikern der Szene den Künstler adeln. George Harrison und Jeff Lynn („While My Guitar Gently Weeps") oder Mark Knopfler („I think I Love You Too Much").
Insgesamt wird die Band härter, rockiger. Healy perfektioniert sein "Steelpicking" und die Band wirkt noch eine Spur homogener - sie ist ja auch dem Erfolg geschuldet on Tour eingespielt. Die Kraft, die dabei in ihr steckt zeigt sich darin, dass auf der Scheibe kein wirklich ruhiger Track verzeichnet ist .
„Feel This“ (1992) dagegen wird facettenreicher; die Rocktracks bleiben bei dem bekannten Schema, bieten daher zwar weiter Unterhaltung auf hohem spielerischen Niveau, dafür aber nichts neues.
Mit „Cruel Little Number”, „Lost In Your Eyes“ kommen Balladen und Soul und jazzige Elemente dazu; insgesamt bleibt man aber dem Blues und somit seiner Fangemeinde treu.
Fazit:
Diese drei (einzigen) Studioalben sind quasi das Vermächtnis von Jeff Healy, eines bewundernswerten Musikers, der den Bluesrock zwar nicht erfunden, aber zu dieser Zeit geprägt hat. Sony Music bietet sie jetzt komplett zu einem einmaligen Kurs im Pappschubber mit den originalen LP- Covern als 3er CD Pack an, zum absolut fairen Preis - Kaufen!
Ein Hinweis in eigener Sache; dieses Review erscheint spät nach dem VÖ- Termin. Leider sind einige Takes aufgrund eines Unfalls liegen geblieben. Ich habe nun zwischen zwei OP' s die Zeit gefunden dies aufzuarbeiten und bitte die Labels und Euch um Verständnis. Es wird wieder besser werden ... ;).
Tracklist:
Lineup:
CD 1: See The Light
1. Confidence Man
2. My Little Girl
3. River Of No Return
4. Don't Let Your Chance Go By
5. Angel Eyes
6. Nice Problem To Have 0
7. Someday, Someway
8. I Need To Be Loved
9. Blue Jean Blues
10. That's What They Say
11. Hideaway
12. See The Light
CD 2: Hell To Pay (1990)
1. Full Circle
2. I Think I Love You Too Much
3. I Can't Get My Hands On You
4. How Long Can A Man Be Strong
5. Let It All Go
6. Hell To Pay
7. While My Guitar Gently Weeps
8. Something To Hold On To
9. How Much
10. Highway Of Dreams
11. Life Beyond The Sky
CD 3: Feel This (1992)
1. Cruel Little Number
2. Leave The Light On
3. Baby's Lookin' Hot
4. Lost In Your Eyes
5. House That Love Built
6. Evil And Here To Stay
7. My Kinda Lover
8. It Could All Get Blown Away
9. You're Coming Home
10. If You Can't Feel Anything Else
11. Heart Of An Angel
12. Live And Love
13. Joined At The Heart
14. Dreams Of Love
9.0 Punkte von Matthias (am 23.04.2012)
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